Jan 182013
 
Seelische Grundbedürfnisse

Die essentiellen Bedürfnisse der Seele – Bild: © Aamon – Fotolia.com

Es ist eine Tatsache, dass es Grundbedürfnisse gibt, ohne die das Leben nur schwer oder gar nicht mehr möglich ist. Dazu zählen zum Beispiel Essen, Trinken oder Schlafen. Wird diesen Bedürfnissen nicht nachgegangen, kommt es zu Unwohlsein und Mangelerscheinungen. Ähnlich ist es um die Psyche bestellt, welche auch ganz bestimmte Grundbedürfnisse aufweist. Aus der Psychotherapie weiß man, dass ein Nichterfüllen dieser Grundbedürfnisse zu einem Ungleichgewicht und schließlich auch zu seelischen Störungen führen kann. Es ist von besonderer Wichtigkeit, diese seelischen Grundbedürfnisse zu kennen und zu erfüllen. Die Erfüllung der seelischen Grundbedürfnisse stellt die Basis eines seelisch gesunden Lebens dar. Deshalb sollten im Sinne der psychischen Gesundheit mögliche Defizite aufgedeckt und an der Wiederherstellung des seelischen Gleichgewichtesge arbeitet werden. Doch wie lauten nun diese Grundbedürfnisse der Seele?

Bedürfnis nach Bindung & Beziehung

Ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen ist es, intensive und liebevolle Bindungen mit anderen Menschen einzugehen. Damit muss nicht immer eine Beziehung gemeint sein, denn auch die Bindung an Freunde und das soziale Umfeld sind für das seelische Wohlbefinden unumgänglich. Der Grund dafür ist die biologische Verankerung dieses seelischen Grundbedürfnisses.

Die Grundlagen für die Entwicklung des persönlichen Bindungsstils werden im Säuglings- und Kindesalter gelegt. Hierbei spielt die Beziehung zu den Eltern eine wichtige Rolle. In dieser Zeit erlebte Defizite können das gesamte Leben prägen und beispielsweise zum Gefühl der Verlassenheit führen. Infolgedessen wird das Bedürfnis nach Bindung oft vollkommen verdrängt und verleugnet. Doch auch im Erwachsenenalter ist es noch möglich derartige Defizite auszugleichen und somit erfüllte Beziehungen zu erleben.

Bedürfnis nach Autonomie

Dieses Bedürfnis beginnt sich im frühen Kindesalter zu entwickeln. Infolge der Charakter- und Persönlichkeitsentwicklung ist es wichtig, seine Grenzen abzustecken, sich so selbst zu erfahren und ein Ich zu entwickeln. Dem Bedürfnis nach Selbstbestimmtheit muss nachgegangen werden, da sich sonst oft eine elementare Verlustangst entwickeln kann. Dies geschieht dann, wenn die Umwelt auf das Autonomiebedürfnis nicht optimal oder gar nicht reagiert. Folgt auf die Forderung nach Autonomie die Ablehnung oder sogar der Verlust von Bindung, kann dies zur Aufgabe des Wunsches nach Eigenbestimmtheit führen. Solche Menschen stellen sich ausschließlich in den Dienst der Anderen und verlieren den Bezug zu ihrem eigenen seelischen Bedürfnis nach Autonomie.

Das Bedürfnis nach Autonomie steht dem nach Beziehung & Bindung direkt gegenüber. Ein Gleichgewicht zwischen diesen beiden Polen ist für die seelische Gesundheit essentiell.

Bedürfnis nach Anerkennung & Selbstwert

Es ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis, anerkannt und geliebt zu werden. Viele Menschen haben jedoch mit einem geringen Selbstwert und mangelndem Selbstbewusstsein zu kämpfen. Dieser Mangel an Selbstvertrauen hat einen starken negativen Einfluss auf das Wohlbefinden. Dieses geringe Selbstwertgefühl entsteht meist in der Kindheit, wenn es an Liebe und Lob mangelt. Stattdessen erfahren diese Menschen oft Kritik und Missachtung bis sich ein elementares Gefühl des Nichtgewolltseins breit macht.

Dieses Muster und das Gefühl nichts wert zu sein bleiben oft bis ins Erwachsenenalter aufrecht. Diese Menschen suchen um jeden Preis die Anerkennung und Wertschätzung im Außen. Es ist deren Aufgabe, zu lernen, sich selbst die Wertschätzung wieder zu schenken – Selbstliebe ist hierzu sehr wichtig. Dann können auch wieder Beziehungen ohne Selbstaufgabe stattfinden, Anerkennung angenommen und Selbstwert gefühlt werden.

Bedürfnis nach Identität

Für die menschliche Psyche ist es ein essentielles Bedürfnis, eine individuelle, unverwechselbare Identität zu entwickeln. Darunter versteht man, dass es wichtig ist, sich entfalten und dem Prozess der Persönlichkeitsentwicklung ungehindert nachgehen zu können. Jeder Mensch hat seine eigene Persönlichkeit, möchte diese entdecken und schließlich sein Ich entwickeln.

Bei der Entwicklung der Persönlichkeit und beim Bedürfnis nach Identität ist es das Ziel, eine mit ihren Persönlichkeitsmerkmalen stabile Identität zu entwickeln. Statt Bedürfnis nach Identität könnte man auch vom Wunsch nach Selbstverwirklichung sprechen.

Bedürfnis nach körperlichem Wohlbehagen

Es mag vielleicht in diesem Zusammenhang etwas ungewöhnlich klingen, wenn man das körperliche Wohlbehagen zu den seelischen Grundbedürfnissen zählt. Doch wird dies klarer wenn man sich die seelische Belastung von Schmerz oder Erkrankung vor Augen führt. Nicht umsonst lautet eine bekannte lateinische Redewendung „Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“.

Dieses Bedürfnis ist außerdem ein weiterer Grund für eine ganzheitliche Betrachtungsweise von Körper und Geist.

Bedürfnis nach Sinn & Spiritualität

Seit dem es Menschen gibt wird die Frage nach dem Sinn des Lebens gestellt und diskutiert. Es ist somit eindeutig, dass es sich um ein seelisches Grundbedürfnis handeln muss, wenn Menschen ihrer Spiritualität und der Sinnsuche nachgehen. Jedoch haben viele Probleme mit dem Begriff Spiritualität, da sie das zu sehr an eine Kirche oder ein bestimmtes Gottesbild erinnert. Doch ist hier keine bestimmte Glaubensrichtung gemeint. Denn auch das Gefühl, eins mit dem Universum oder mit der Natur zu sein ist nicht unbedingt an ein bestimmtes Glaubenssystem gebunden und doch ein spirituelles, heilsames Erlebnis.

Der eigenen Spiritualität nachzugehen kann helfen, mit psychischen Belastungen im Allgemeinen besser umgehen zu können. Der Glaube kann oftmals auch negativen Erlebnissen Sinn geben. Dadurch haben spirituelle Personen weniger oft Probleme mit der Bewältigung von Krisen und generell eine erhöhte Lebensqualität.

Für die psychische Gesundheit ist es wichtig, den seelischen Grundbedürfnissen gerecht zu werden. Auf der Basis einer gesunden Seele lässt sich ein erfülltes und harmonisches Leben führen. Oftmals erfährt man aber bereits in der frühen Kindheit ein Defizit in der Erfüllung der seelischen Bedürfnisse. Die daraus resultierenden, oft destruktiven Verhaltensmuster werden meist bis ins Erwachsenenalter aufrechterhalten. Ein bewusstes und achtsames Leben kann aber dazu beitragen, etwaige Mängel aufzudecken und das seelische Gleichgewicht wieder herzustellen. Somit ist das Kennenlernen der eigenen seelischen Bedürfnisse dem persönlichen Selbsterfahrungsprozess zuträglich und als äußerst positiv zu werten.

Ein Achten auf die gute Versorgung der seelischen Grundbedürfnisse ist somit die einfachste und effektivste Art seelischen Problemen vorzubeugen.

Als Quelle für diesen Beitrag diente der gleichnamige Text von Ulrike Ludwig.

Nov 162012
 
Emotionale Intelligenz

Intelligenter Umgang mit Gefühlen – Bild: © puckillustrations – Fotolia.com

In den vergangenen zwanzig Jahren hat sich ein Begriff etabliert, der vor allem innerhalb von Beruf und Karriere, aber auch im privaten Leben Bedeutung erfährt: Emotionale Intelligenz. Während der Begriff Intelligenz als Überbegriff für die kognitiven Fähigkeiten des Menschen verwendet wird, beschreibt die Emotionale Intelligenz die Fähigkeit unsere eigenen Gefühle, aber auch die unserer Mitmenschen zu erkennen, richtig einzuordnen und außerdem beeinflussen zu können. Emotionale Intelligenz wird daher oft auch als Soziale Intelligenz bezeichnet. Populär wurde der Begriff der emotionalen Intelligenz in den Neunziger Jahren, als der Journalist und Psychologie David Goleman emotionale Intelligenz als Voraussetzung für Erfolg im Leben herausstellte. Die kognitive Intelligenz allein reiche nicht um eine gute Führungspersönlichkeit und zwischenmenschliche Beziehungen zu entwickeln. Laut Goleman setzt sich die Emotionale Intelligenz aus vier Komponenten zusammen.

Die vier Komponenten emotionaler Intelligenz

Die vier Komponenten emotionaler Intelligenz sind nicht angeboren, sondern man kann Emotionale Intelligenz lernen. An erster Stelle steht dabei die Wahrnehmung und das Verstehen der eigenen Gefühle. Wer diese erkennt und zulässt, kann mit Gefühlsschwankungen besser umgehen und ist meist besser in der Lage die Gefühle seiner Mitmenschen zu erkennen. Wenn man die eigenen Gefühle erkannt und eingeordnet hat, ist der nächste Schritt sie zu kontrollieren, das heißt in bestimmten Situationen angemessen nutzen zu können.

Dieser Schritt ist nicht immer einfach und erfordert eventuell etwas Übung. Die Nutzung und Kontrolle von Gefühlen umfasst Souveränität bei innerer Unruhe, Abschwächung von Angst und negativen Gefühlen und die Verstärkung positiver Gefühle. Vor allem im Berufsleben kann eine effektive Nutzung von Emotionen enorm von Vorteil sein.

Die dritte Komponente ist Einfühlungsvermögen. Einfühlungsvermögen – oder Empathie – ist die Grundlage aller zwischenmenschlicher Beziehungen. Nur, wer in der Lage ist, sich in andere einzufühlen, ihre Gefühle und Beziehungen wahrzunehmen und zu verstehen, kann angemessen auf seine Mitmenschen reagieren, versteckte Signale erkennen und dementsprechend handeln. Daher kann man nicht die Emotionale Intelligenz fördern ohne sich intensiv auf zwischenmenschliche Kontakte einzulassen.

Empathie führt direkt zur vierten Komponente der emotionalen Intelligenz – die Fähigkeit zwischenmenschliche Beziehungen zur verstehen und zu beeinflussen. Ziel ist also nicht nur Selbstmanagement, das die Kontrolle der eigenen Gefühle beinhaltet, sondern auch Beziehungsmanagement, das die Beeinflussung und das Verständnis von Beziehungen ermöglicht. Warum aber ist die emotionale, oder Soziale Intelligenz nun so wichtig um in Beruf und Alltag erfolgreich zu sein?

Die Emotionale Intelligenz trainieren und den Erfolg im Berufsleben steigern

Bewerber und darunter vor allem jene für leitende Positionen werden heutzutage nicht mehr nur nach ihrem beruflichen Werdegang oder ihrem Intelligenzquotienten ausgewählt. Auch die Emotionale Intelligenz hat sich als ausschlaggebender Faktor durchgesetzt. Firmen haben erkannt, dass der Erfolg der Firma und der Einfluss von Führungskräften auf Mitarbeiter wesentlich durch das Einfühlungsvermögen und Verhalten dieser mitbestimmt wird. Die Durchführung eines Persönlichkeitstest, der die Fähigkeit zu emotionaler Intelligenz messen soll, ist bei Bewerbungsgesprächen daher keine Seltenheit mehr.

Bei einem solchen Test werden verschiedene Fragen und Aufgaben gestellt, die sich um die Einschätzung von, das Wissen über und die Kontrolle der Gefühle drehen. Erwiesen ist, dass Menschen die über emotionale Intelligenz verfügen, bessere Führungsqualitäten ausbauen, da sie mit ihren zwischenmenschlichen Fähigkeiten die Motivation und Produktivität ihrer Mitarbeiter steigern und ein besseres Arbeitsklima herstellen können. Um den eigenen Erfolg im Berufsleben, aber auch in privaten Beziehungen zu steigern, sollte man daher die Emotionale Intelligenz trainieren.

Wie man die Emotionale Intelligenz fördern kann

Bevor man versucht die eigene emotionale Intelligenz zu fördern, ist es hilfreich sich ein paar Fragen zu stellen. Unsere Psyche ist wandelbar, jedoch ist dies kein Prozess, der sich über Nacht gestalten lässt. Wenn das Konzept der emotionalen Intelligenz verstanden ist, sollte man zunächst einmal heraus finden, wie emotional intelligent man bereits ist. Bevor man sich den zwischenmenschlichen Beziehungen widmet, steht an erster Stelle die Selbsterkenntnis. Man sollte sich also Zeit nehmen um herauszufinden wie gut man sich selbst kennt, ob man seine Gefühle einschätzen und benennen kann. Von da an tastet man sich Schritt für Schritt an die einzelnen Komponenten emotionaler Intelligenz heran. Wer sich selbst genau beobachtet und ehrlich zu sich ist, der wird nach einiger Zeit die eigenen Gefühle und Verhaltensmuster erkennen können.

Der nächste Schritt ist die Kontrolle dieser Gefühle und Verhaltensmuster – ein Schritt der mitunter einige Zeit in Anspruch nimmt. Ein professioneller Workshop und Seminare können bei der Förderung der emotionalen Intelligenz helfen, jedoch sollte auch dann eine intensive und konstruktive Beschäftigung mit sich selbst an erster Stelle stehen. Sich selbst besser zu verstehen ist zwar kein Garant für mehr Empathie, macht aber den Weg für eine Förderung zwischenmenschlicher Beziehungen frei. Um das Einfühlungsvermögen zu fördern, bieten sich ähnliche Schritte wie bei der Selbsterkenntnis an, jedoch steht nun nicht mehr das Beobachten eigener Gefühle, sondern das Beobachten der Mitmenschen an erster Stelle. Aufmerksames Zuhören, Beobachten auch nonverbaler Signale und gezieltes Nachfragen sind Möglichkeiten, das Einfühlungsvermögen zu schulen.

Die Königsdisziplin ist schließlich die bewusste Gestaltung von Beziehungen: Die Kommunikations- und Motivationsfähigkeit zu stärken, Beziehungen aufzubauen und zu pflegen und Führungsqualitäten zu erlernen. Ein professionelles Coaching kann dabei mit gezielten Übungen helfen. Eine besondere Hilfe ist außerdem direktes Feedback von Mitarbeitern, Familie und Freunden – denn auch Kritikfähigkeit ist ein wichtiger Faktor auf dem Weg zu emotionaler Intelligenz!

Okt 112012
 
Shiatsu: Geist & Körper in Einklang

Shiatsu bringt Geist & Körper in Einklang – Bild: © kristin kreet – Fotolia.com

Die Körpertherapie Shiatsu verdankt ihren Namen dem japanischen Wort für Fingerdruck. Shiatsu arbeitet zwar auch, aber nicht nur mit den Fingern, sondern mit dem ganzen Körper. Das Schlüsselelement dieser Körpertherapie ist die Berührung, der Shiatsu-Praktiker stellt mittels seines Körpergewichts eine energetische Beziehung zum Patienten her, der Patient erfährt während der Behandlung durch die klar definierten Berührungen des Shiatsu-Praktiker seine eigene Körperlichkeit und auch deren Grenzen. Shiatsu ist aus der traditionellen chinesischen Massage entstanden und kann zur Behandlung unterschiedlicher körperlicher Beschwerden, wie Magen- oder Gelenkschmerzen und andere schmerzhafte Einschränkungen des Körpers eingesetzt werden.

Das Hauptaugenmerk des Shiatsu liegt allerdings nicht auf den körperlichen Symptomen, sondern auf den seelischen Ursachen, die diese Symptome zur Folge haben. Der Shiatsu-Praktiker möchte also im Sinne einer ganzheitlichen Genesung vor allem die Seele des Patienten berühren, heilen und bei der Ganzwerdung begleiten. Der Begriff Seele wird heutzutage häufig mit Psyche gleichgesetzt, dabei ist allerdings wichtig zu beachten dass der Begriff Psyche, wenn er den Begriff Seele mit einschließt, nicht nur mentale, sondern vor allem auch emotionale Aspekte mit einbeziehen muss.

Wie Shiatsu funktioniert

Shiatsu arbeitet mit Qi, dem chinesischen Wort für Energie. Diese Energie repräsentiert das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele im menschlichen Körper und kann vom Shiatsu-Praktiker als Vibrationen im energetischen Raum im und um den Körper des Patienten wahrgenommen werden. Die einzelnen Kanäle oder Felder, durch welche das Qi fließt, werden im Shiatsu als Meridiane bezeichnet. Durch die Berührung der verschiedenen Meridiane, mit denen zum Beispiel auch die Akupunktur arbeitet, können einzelne Funktionen aktiviert werden. Der Unterschied des Shiatsu zur Akupunktur und Akupressur ist jedoch, dass nicht nur einzelne Punkte im Körper stimuliert werden, sondern die Behandlung verbindend zwischen den einzelnen Meridianen erfolgt.

Die zwölf Hauptmeridiane sind nach den Organen benannt, welche einen Kreislauf bilden. Durch Massieren und Drücken der Meridiane kann durch den Shiatsu-Praktiker Energie freigesetzt werden, die das individuelle Anliegen, zum Beispiel mehr Antrieb und Mut durch Stimulierung des Nieren-Meridians, fördern. Eine Shiatsu-Sitzung erfolgt meist auf einer Matte auf dem Fußboden. Der Shiatsu-Praktiker setzt für seine Berührungen nicht nur die Finger und Hände, sondern mitunter auch Ellbogen und Knie ein. Auch Dehnungen und Rotationen des Körpers sind Techniken im Shiatsu.

Psychosomatische Störungen

Leiden der Seele oder allgemeiner ausgedrückt der Psyche drücken sich nicht selten durch körperliche Beschwerden aus. Vor allem Verdauungsbeschwerden sind oft ein Zeichen eines tiefer liegenden, seelischen Problems. Bevor man die körperlichen Symptome als psychosomatisch anerkennt, sollte man jedoch jegliche physischen Krankheiten von einem Arzt ausschließen lassen. Stellen sich die Probleme schließlich als psychosomatisch heraus, ist die Körpertherapie Shiatsu eine Möglichkeit, womöglich begleitend zu einer Psychotherapie, die Schmerzen und Beschwerden zu lindern und letztendlich zu heilen.

Körper und Psyche sind untrennbar miteinander verbunden – Probleme des einen beeinflussen das andere. Tiefer liegende Beschwerden ergeben sich meist aus einem komplexen Zusammenspiel zwischen Umwelt, Seele, körperlicher Gesundheit, Genetik und erfahrenen Traumata. Zur Heilung körperlicher Symptome bietet sich daher, auch wenn die Ursache seelischer Art ist, eine körperliche Therapie wie Shiatsu an.

Störungen des Energiefluss

Die Entwicklung von körperlichen, psychosomatischen oder rein psychischen Beschwerden, wie Depressionen, Einsamkeit oder Angstzustände weisen laut Shiatsu auf eine Disharmonie im menschlichen Energiefluss hin, die ausgeglichen werden muss um wieder eine innere Balance herzustellen. Indem der Shiatsu-Praktiker während der Behandlung durch körperliche Berührung mit dem Patienten in einen Dialog tritt, erfährt der Patient ungeteilte Aufmerksamkeit und Berührung als wohltuende und entspannende Erfahrung.

Ein der Sitzung vorangehendes Gespräch kann außerdem Aufschluss darüber gehen, welche Aspekte des Patienten aus dem Gleichgewicht geraten sind und wo der Shiatsu-Praktiker ansetzen muss um den Energiefluss zu harmonisieren. Auf diese Weise kann Shiatsu unterschiedlichen seelischen Problemen, die den Energiefluss stören wie Stress, Angst, Liebeskummer, Traumata, Trauer oder andere emotionale Beschwerden, entgegenwirken.

Mit Shiatsu an seelischen Problemen arbeiten

Die bekannteste Therapieform um psychische, beziehungsweise seelische Probleme aufzuspüren und zu heilen, ist die Psychotherapie. Es ist jedoch bekannt, dass emotionale Blockaden auch auf körperlicher Ebene aufgespürt und gelöst werden können ohne den Aspekt der verbalen Kommunikation. Berührungen wie Druck, Dehnung oder Belastung setzen nicht nur körperliche Empfindungen, sondern auch seelische Prozesse in Gang. Das begleitende Gespräch im Shiatsu hilft dem Patienten, die Prozesse zu benennen und zu verstehen.

Die seelischen Probleme, wegen derer Patienten einen Shiatsu-Praktiker aufsuchen sind unterschiedlich. Schon geringeren Belastungen der Seele, die im Alltag jedoch zu einer größeren Belastung für den Patienten werden können, wie zum Beispiel Prüfungsangst, beruflichen Problemen oder allgemeinem Stress kann mit Shiatsu bereits entgegen gewirkt werden. Auch Patienten mit tieferen Störungen wie Depressionen und Angstzuständen, womöglich ausgelöst durch ein frühkindliches Trauma oder einen Todesfall in der Familie, können durch diese Körpertherapie Linderung erfahren.

Es muss jedoch nicht zwingend eine tiefe seelische Störung vorliegen um Shiatsu in Anspruch zu nehmen. Auch allgemeine Energielosigkeit oder der Wunsch nach einer optimal entwickelten seelischen und körperlichen Gesundheit sind Gründe für eine Shiatsu-Behandlung.

Shiatsu als Begleitung zur Psychotherapie

Die meisten Patienten, welche Shiatsu in Anspruch nehmen, berichten von einer nachhaltigen Veränderung des Wohlbefindens vor allem in Bezug auf ihr Selbstwertgefühl, innere Ruhe und Zuversicht. Shiatsu bietet sich daher auch als ideale Begleittherapie zu einer Psychotherapie an. Patienten mit einer schwerwiegenden Störung der Psyche, wie einer schweren Depression, wird nach wie vor zu einer Psychotherapie geraten.

Die Körpertherapie Shiatsu kann jedoch unterstützend zu dieser Psychotherapie andere, auch körperliche, Areale ansprechen, die den Prozess innerhalb der Psychotherapie wirksam verbessern, indem sie die Zuversicht und die Selbstwahrnehmung des Patienten stärken und diesen für die angestrebte Selbsterkenntnis und die zu erlangende innere Sicherheit öffnen.

Jul 172012
 
Mentale Fitness steigern

Mentale Fitness bedeutet Lebensqualität – Bild: © borzaya – Fotolia.com

Um ein gesundes und erfülltes Leben zu führen, ist nicht nur die körperliche Fitness ein wichtiger Faktor, sondern auch die mentale Fitness. Eine Förderung der mentalen Fitness kommt uns schon in jungen Jahren, vor allem aber mit zunehmendem Alter zu Gute. Doch was ist eigentlich mit mentaler Fitness gemeint? Kurz gesagt bezeichnet man mit mentaler Fitness das Zusammenspiel unterschiedlicher Funktionen, die unser Gehirn leistet. Die drei Stützpfeiler bilden dabei die Intelligenz, das Gedächtnis und die Kreativität. Die Förderung dieser drei geistigen Eigenschaften spielt eine große Rolle für mentale Stärke.

Was die mentale Fitness ausmacht

Die Intelligenz des Menschen lässt sich in verschiedenen Formen umschreiben. Während die meisten der Intelligenz nur logisches Denkvermögen und sprachliche Fähigkeiten zuordnen würden, gehören in diesen Bereich ebenso emotionale Fähigkeiten wie Empathie und Sensibilität. Für die mentale Stärke ist ein harmonisches Zusammenspiel zwischen den unterschiedlichen Fähigkeiten erstrebenswert.

Ebenso bedeutend wie die Intelligenz, ist das Gedächtnis, welches frühzeitig durch mentales Training gestärkt werden kann. Auf diese Weise kann man zum Beispiel einer Demenz vorbeugen. Wenn wir uns an Dinge erinnern, aktivieren wir in unserem Gehirn Verbindungen. Je öfter wir diese Verbindungen aktivieren, desto schneller können wir von Mal zu Mal darauf zugreifen. Wiederholendes Gehirntraining ist daher ein erfolgreicher Weg für eine bessere mentale Leistungsfähigkeit.

Manchmal außer Acht gelassen, jedoch nicht weniger wichtig, ist die Kreativität, der dritte wichtige Stützpfeiler der mentalen Fitness. Mit Kreativität ist in diesem Fall allerdings nicht gemeint, ob man gut malen, singen oder sich Geschichten ausdenken kann, sondern sie beschreibt die Fähigkeit auf neue Situationen und Menschen offen zuzugehen und kreative Lösungsansätze für verschiedene Probleme finden zu können.

Bessere Leistungen durch mentale Fitness

Als Kind wird man täglich mit neuen Herausforderungen und Lernprozessen konfrontiert und dementsprechend schnell entwickelt sich auch das Gehirn. Je älter man wird, desto weniger muss man dazu lernen und eine neue Sprache zu lernen oder eine neue Fähigkeit zu entwickeln fällt einem zunehmend schwerer. Deshalb die Flinte ins Korn zu werfen und sich keinen neuen mentalen Herausforderungen zu stellen ist aber der falsche Weg, denn das Gehirn bleibt das ganze Leben lang entwicklungsfähig – auch im Alter. Der Schlüssel ist, durch mentales Training die Leistungsfähigkeit des Gehirns zu erhalten und zu stärken. Dies bewirkt schon in jungen Jahren mehr Gelassenheit, Kreativität und eine größere Konzentrationsfähigkeit.

Mental fit bleiben durch Gehirntraining

Als so genanntes mentales Training oder auch Gehirntraining bezeichnet man Übungen und Tricks, mit denen man die mentale Leistungsfähigkeit stärken kann. Je nachdem, welche geistigen Fähigkeiten man stärken und welche Ziele man erreichen möchte, gibt es unterschiedliche Arten von Training. Das Wort Training sollte einen aber nicht abschrecken, denn bereits kleine mentale Übungen für zwischendurch können viel bewirken.

Erfolgreich lernen

Viele schieben es auf ein schlechtes Gedächtnis, wenn sie sich wichtige Inhalte für eine Prüfung nicht merken können. Unser Gehirn kann jedoch mehr leisten, als wir glauben, wenn es entsprechend gefördert wird. Für das Lernen spielen zwei geistige Eigenschaften eine wichtige Rolle: Motivation und Gedächtnis. Der erste Schritt für erfolgreiches Lernen ist daher, ein persönliches Interesse und Ziel mit dem Lernen zu verknüpfen. Wenn man sich vor Augen führt, wofür man lernt und was man damit erreichen möchte, lernt es sich schon leichter. Beim zweiten Schritt setzt nun das mentale Training an. Um das Gedächtnis zu stärken, sind Wiederholungen wichtig. Deshalb sollte man genug Zeit einplanen um sich einen Überblick über das Thema verschaffen zu können und anschließend wichtige Punkte im Detail und vertieft zu wiederholen.

Es gibt außerdem verschiedene kleinere Übungen, die man regelmäßig im Alltag machen kann und die einen positiven Effekt in wichtigen Situationen oder Prüfungen haben. Die Übungen bestehen zum Beispiel darin, eine Musterfolge aus dem Gedächtnis nachzuzeichnen oder aus einem Buchstabensalat ein Wort zu bilden. Auch einfache Tätigkeiten wie Kreuzworträtsel oder Sudoko stärken bereits die mentale Fitness.

Mrz 202012
 
Meditation und Psyche

Meditation: Balance für die Seele – Bild: © Tran-Photography – Fotolia.com

Jeder kennt solche Tage – man fühlt sich schlapp, ausgelaugt, leicht reizbar und möchte sich am liebsten zu Hause verkriechen und nichts hören, nichts sehen. Diese Gefühle sind bis zu einem gewissen Grad normal, wenn sie aber regelmäßig wiederkehren, haben sie Auswirkungen auf den Alltag und man gerät in einen Teufelskreis negativer Gedanken. „Positiv denken“ ist ein Mantra, das nicht einfach umzusetzen ist, dies weiß jeder, der einen stressigen Alltag bewältigen muss und nicht viel Zeit hat, seine eigene Psyche zu pflegen.

Die Psychologie greift daher oft auf eine Methode zurück, die vermutlich so alt ist wie die Menschheit selbst und Sie kann helfen, positive Gefühle und Entspannung zurückzuholen: die Meditation.

Ursprünge der modernen Meditation

Die Meditation ist dem fernöstlichen Buddhismus und Hinduismus als spirituelle Praxis entsprungen. Im westlichen Gebrauch wird sie dagegen nicht zwingend religiös, sondern auch als Methode zur Ruhe zu kommen und im Rahmen der Psychotherapie genutzt. Es ist mittlerweile nachgewiesen, dass regelmäßige Meditation Einfluss auf die Gehirnstrukturen des Menschen nehmen kann. Es handelt sich also keineswegs um Hokuspokus, sondern um eine wirksame Form der Vorsorge und Therapie. Der Vorteil einer solchen Therapie ist, dass man sie allein zu Hause ohne Hilfsmittel ausüben kann. Der Schlüssel dafür ist, sich frei von seinen Gedanken zu machen und einen Zustand der absoluten Entspannung zu erreichen und dies am besten einmal täglich.

Auch wenn es sich einfach anhört – sich frei von Gedanken zu machen und einen Zustand innerer Ruhe durch das Aufsagen von Mantras zu erreichen ist leider nicht so einfach. Damit die Meditation Resultate zeigt, ist viel Übung und Konzentration nötig. Um Meditationen für sich zu nutzen und in das eigene Leben zu integrieren, lohnt sich daher die Einarbeitung in verschiedene Methoden.

Verschiedene Meditationen und ihre Wirkung

Es gibt viele unterschiedliche Techniken der Meditation. Ganz grob lässt sich jedoch eine Einteilung in zwei Überbegriffe machen: die Kontemplation oder auch passive Meditation und die aktive Meditation. Bei der ersten, der kontemplativen Variante, nimmt man die Haltung ein, die den meisten bei dem Gedanken an Meditation sofort in den Sinn kommt: stilles Sitzen, oftmals im Schneidersitz. Aktives Meditieren erfolgt durch Bewegungen oder auch lautes Sprechen. Dazu werden auch bestimmte Sportarten, zum Beispiel Yoga, Tanz und die fernöstliche Kampfkunst gezählt. Es ist allgemein bekannt, dass Sport oder lange Spaziergänge einen positiven Effekt auf die Seele haben. Zur Einarbeitung in die Meditation als seelische Hilfe ist es aber auch ratsam die stille Meditation in Betracht zu ziehen.

Im Westen sind vor allem drei Methoden der stillen Meditation verbreitet: Vipassana, Zazen und Samatha. Vipassana und Zazen stammen aus dem Buddhismus. Bei dieser Meditation wird eine aufrechte Haltung im Sitzen, die nicht zu entspannt aber auch nicht zu anstrengend ist, eingenommen. Dann versucht man, seine Gedanken fließen zu lassen, darauf zu achten was in einem passiert ohne bewusst an einem Gedanken festzuhalten. Der zentrale Gefühlszustand, der bei dieser Meditation erreicht werden soll, ist im Hier und Jetzt zu verweilen. Bei der ebenfalls sehr bekannten Samatha-Meditation konzentriert sich der Meditierende auf ein bestimmtes Objekt, er sagt im Inneren ein Mantra auf, konzentriert sich auf seinen Atem oder fixiert einen Gedanken. Es ist möglich die verschiedenen Meditationen miteinander zu verbinden.

Meditation kann jedem helfen

Meditation ist nicht nur für esoterisch angehauchte Menschen geeignet. Bei Alltagsstress bis hin zu einer schweren Depression kann Meditation der richtige Weg sein um den inneren Seelenfrieden zu finden oder wiederherzustellen. An der Universität Wisconsin untersuchten amerikanische Forscher den Zusammenhang zwischen Meditation und Psyche, indem sie die Gehirnströme von Mönchen aus Tibet untersuchten. Es wird seither davon ausgegangen, dass regelmäßige und langfristige Meditation Einfluss auf das Gehirn und die Persönlichkeit nehmen kann. Natürlich kann man nicht so intensiv meditieren wie ein tibetischer Mönch, dennoch kann man durch Meditationsübungen bereits großen Einfluss auf den Stress und die negativen Gedanken, die einen bisweilen plagen, nehmen.

Beim Meditieren ruht man ganz in sich selbst und ist gezwungen die Außenwelt für mindestens zehn Minuten auszublenden und Kraft aus sich selbst zu schöpfen. In einem Moment der Ruhe können dem Meditierenden auch regelrechte Geistesblitze in den Sinn kommen. Menschen, die zu Depressionen und Burnout neigen oder mit einem Problem nicht weiterkommen, da die Gedanken zu sehr kreisen, wird in der Psychotherapie daher oftmals die Meditation empfohlen.

Mit der Meditation gleich beginnen

Mit dem Meditieren kann jeder direkt beginnen, es werden keine Hilfsmittel benötigt. Für den Anfang reicht es, sich täglich zu einer bestimmten Uhrzeit – am besten immer zur selben – mindestens zehn bis zwanzig Minuten frei zu nehmen um das Meditieren zu üben. Möglicherweise hilft dabei ein abgedunkelter Raum und Entspannungsmusik, dies muss jeder für sich selbst herausfinden. Am Anfang fällt es nicht leicht, die Gedanken fließen zu lassen oder sich im Gegenteil auf nur einen zu konzentrieren. Mit der Zeit jedoch wird es einfacher und man gelangt schneller in einen Zustand der Ruhe. Das Resultat größerer Ausgeglichenheit und Entspannung kann schon nach wenigen Tagen spürbar sein.

Mrz 052012
 
Selbstwertprobleme überwinden

Selbstwertprobleme können überwunden werden – Bild: © GIS – Fotolia.com

Ein mangelndes Selbstbewusstsein resultiert aus den Problemen mit der eigenen Person und stellt daher oft eine soziale Hürde dar. Die fehlende Akzeptanz der eigenen Person und der oft lieblose Umgang mit einem selbst beeinflusst den Alltag, sowie alle darin vorkommenden Ereignisse und natürlich die involvierten Personen. Sowohl der Beruf, als auch das Privatleben rufen tagtäglich Situationen hervor, welche selbstbewusst gemeistert werden wollen. Menschen mit mangelndem Selbstbewusstsein haben mit unterschiedlichen Problemen im sozialen Umfeld zu kämpfen.

Die eigene Person wird vernachlässigt

Betroffene Personen haben Schwierigkeiten, potenzielle Ablehnungen der Mitmenschen zu akzeptieren. Die Äußerung von Kritik bewegt betroffene Menschen dazu, diese sofort auf die eigene Person zu projizieren. Das soziale Engagement ist so gut wie nicht vorhanden, da die Kontaktfreudigkeit bei mangelndem Selbstwertgefühl aus Angst vor Abneigung und Kritik eingeschränkt, beziehungsweise nicht vorhanden ist. Aus diesen Problemen resultiert die Vernachlässigung der eigenen Person, da betroffene Menschen häufig vermeiden, ihre eigenen Bedürfnisse mitzuteilen oder diese zu pflegen. Die erforderliche Bestätigung, welche nötig ist, um die Angst vor Ablehnungen zu mindern oder zu bewältigen, fehlt, weshalb Betroffene Schwierigkeiten haben, nein zu sagen.

Den Teufelskreis durchbrechen

Ein weiteres Defizit im psychischen Erleben von Personen mit mangelndem Selbstbewusstsein basiert auf Selbstzweifeln und dem Gefühl nicht mithalten zu können oder nicht gut genug zu sein. Mit dem Blick in den Spiegel beginnt die ablehnende Haltung der eigenen Person gegenüber, welche einen Teufelskreis hervorruft, aus dem ein Ausbruch für betroffene Menschen als nahezu unmöglich erscheint. Doch Selbstbewusstsein ist erlernbar und es erfordert viel Disziplin sich selbst nicht aufzugeben. Motivation, Vertrauen und Durchhaltevermögen sind nötig, um sich selbst lieben zu lernen.

Die Ausstrahlung ist der Schlüssel zu neuem Selbstbewusstsein

Aus der Verkettung von introvertiertem Verhalten, der Angst vor Ablehnung und dem Bedürfnis selbstbewusster auftreten zu können, führt kein Weg an der Akzeptanz der eigenen Person vorbei. Wer den Wunsch, die eigene Person verändern zu wollen aufgibt und damit beginnt sich selbst zu akzeptieren, geht den ersten Schritt auf dem Weg zu neuem Selbstbewusstsein. Eine positive Ausstrahlung signalisiert Lebensfreude, suggeriert mentale Stärke und steckt die Umwelt mit dem daraus resultierenden Optimismus an. Durch ein selbstbewusstes Auftreten werden Mitmenschen und Alltagssituationen beeinflusst, sodass die gewünschte Bestätigung nicht ausbleibt und der Betroffene in der Gesellschaft gut ankommt.

Sich selbst lieben lernen

Doch ist es überhaupt möglich, bei mangelndem Selbstbewusstsein Bestätigung und Anerkennung aus dem Kontakt mit anderen zu beziehen? Ist hierfür die Angst vor dem Gefühl, im Mittelpunkt zu stehen, nicht zu groß? Ohne die Hilfe anderer Menschen ist die Veränderung hin zu mehr Selbstvertrauen jedoch nicht möglich. Denn die Anerkennung der Mitmenschen ist nämlich genau das gewünschte Ergebnis, welches es zu erreichen gilt. Doch bevor diese Anerkennung wahrgenommen werden kann, muss die eigene Person erst einmal anerkannt werden. Die Fähigkeit, sich selbst zu lieben, beginnt mit der Durchsetzung der eigenen Bedürfnisse und mit der Erfüllung der eigenen Wünsche. Sofern kein Mut vorhanden ist, Ansprüche zu stellen, können diese auch nicht erfüllt werden.

Selbstbewusstsein stärken bedeutet in erster Linie die eigene Präsenz zu stärken. Ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein deutet auf eine starke Persönlichkeit hin und dies verlangt einen starken Auftritt in der Gesellschaft. Um das Selbstvertrauen aufzubauen, gibt es einfache Tipps und Tricks, welche zwar die Persönlichkeit nicht von Grund auf verändern können, jedoch dabei helfen, den Weg zu neuem Selbstbewusstsein erfolgreich zu gehen.

Gesteckte Ziele erfordern ein kontinuierliches Training

Die Stärkung des Selbstbewusstseins erfordert unterstützende Maßnahmen. Der Weg ist das Ziel, welches mit entsprechendem Selbstbewusstseinstraining schneller und einfacher erreicht werden kann. Die aufwendigste Form der unterstützenden Hilfestellung erfolgt mittels Suggestionen in Form von Hypnose. Bei regelmäßigen Sitzungen helfen Suggestionen dabei, das Unterbewusstsein manipulativ zu beeinflussen, um von diesem besser aufgenommen zu werden. Auch wenn die Hypnose regelmäßig in Anspruch genommen wird, so sollte diese Maßnahme ergänzt werden, um das Selbstbewusstsein effektiv aufzubauen. Eine weitere Möglichkeit, um das Ziel zu erreichen, besteht in der Nutzung von Mentaltrainings, die man in Eigenregie mittels Büchern und CDs oder in angeleiteten Gruppen erlernen kann.

Einfache Übungen stärken das Selbstbewusstsein

Aber es gibt auch einfache Übungen, welche jeden Tag ohne viel Aufwand durchgeführt werden können. Eine dieser Übungen gestaltet sich in Form der Auflistungen von positiven Eigenschaften, welche über die eigene Person genannt werden können. Das tägliche Durchlesen dieser Liste erinnert betroffene Personen daran, was häufig in Vergessenheit gerät und durch gewohnte Verhaltensmuster eliminiert wird. Eine weitere Möglichkeit, das Selbstbewusstsein auf einfache Weise zu stärken, findet sich im Kommunikationstraining. Durch klare und unmissverständliche Formulierungen kann die schwerfallende Verneinung trainiert werden. Durch eindeutig zum Ausdruck gebrachte Äußerungen, welche sich auf die Wünsche und Bedürfnisse beziehen, lassen sich indirekte Andeutungen, welche häufig überhört werden, effektiver wahrnehmen.

Die eigenen Leistungen anerkennen und schätzen

Darüber hinaus empfehlenswert ist die Einschränkung der Bescheidenheit in Bezug auf erbrachte Leistungen. Das heimliche Streben nach Lob und Anerkennung erfüllt keinen Zweck und die gewünschten Reaktionen auf Erbrachtes bleiben aus. Erreichtes darf bewundert werden, weshalb man selbst als erstes damit beginnen sollte. Nur wer zu seinen Leistungen steht, überträgt den Stolz auch auf potenzielle Bewunderer. Denn Lob ist die Motivation weiterzumachen.

Obwohl der Weg hin zu mehr Selbstbewusstsein nicht immer leicht ist, sollte er Aufgrund des garantierten Zugewinns an Lebensqualität und seelischer Zufriedenheit gegangen werden. Das daraus resultierende Selbstvertrauen entlastet die Psyche und macht somit Platz für neue und positive Erlebnisse.

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