Aug 232012
 
Schlafprobleme und Schlaflosigkeit

Schlafprobleme müssen nicht sein – Bild: © Gina Sanders – Fotolia.com

Schlaflose Nächte kennt jeder. Eine Grippe, eine Prüfung am nächsten Tag, die falsche Matratze oder ein schweres Abendessen können schon dazu führen, dass man am Abend mit dem Einschlafen zu kämpfen hat. Von einer wirklichen Schlafstörung, einer so genannten Insomnie, spricht man erst dann, wenn die schlaflosen Nächte zu einem regelmäßigen und im Alltag belastenden Problem werden. Die Ursachen hierfür können ganz unterschiedlich sein. Oft ist das Problem schon damit behoben, dass man eine neue Matratze kauft oder vor dem ins Bett gehen keine schwere Mahlzeit zu sich nimmt. Auch abendliche Rituale, zum Beispiel eine halbe Stunden lesen oder ein gut durchlüftetes Zimmer helfen beim Einschlafen. Sollten sich die Schlafstörungen auch dann nicht beheben lassen, liegt jedoch die Vermutung nahe, dass das Problem des Betroffenen tiefer liegt.

Schlafprobleme spiegeln seelische Probleme wider

In der Nacht werden alltägliche Erlebnisse, aber auch Erinnerungen und private Probleme verarbeitet. Wenn der Alltag von beruflichem Stress, Problemen in der Familie oder einem unzufriedenen Grundgefühl geprägt ist, kann sich das in einem unruhigen Schlaf zeigen. Betroffene plagen sich teilweise unbewusst, teilweise jedoch auch ganz bewusst mit quälenden Gedanken, suchen eine Lösung für ihr Problem oder können einfach nicht abschalten. Der Gedanke „Ich kann nicht mehr so weiter machen wie bisher“ wird im Alltag von vielen verdrängt. Im Schlaf zeigt sich jedoch, dass eine tiefgreifende Veränderung im Leben der Betroffenen angebracht ist. Wenn man zum Beispiel unzufrieden mit seinem Job ist oder sich im Alltag zu viel Arbeit aufhalst, sendet der Körper Warnsignale – eines davon können Schlafstörungen sein.

Psychisch bedingte Schlafstörungen

Ein besonders unruhiger Schlaf, für den man keine Erklärung findet, kann jedoch auch ein Symptom für andere seelische Probleme sein. So ist eine Ein- oder Durchschlafstörung eine typische Begleiterscheinung von Depressionen. Schlafstörungen können aber auch auf internistische Krankheiten wie eine Schilddrüsenüberfunktion oder Krampfadernleiden hindeuten. Wenn man die Schlafstörung durch einfache Mittel wie Stressreduzierung oder eine gesunde Ernährung nicht in den Griff bekommt, ist ein Gang zum Arzt oder einem Psychologen wahrscheinlich unverzichtbar.

Im Schlaf werden unbewusste alltägliche Probleme, Traumata oder tiefer liegende Störungen verarbeitet. Werden alltägliche Gefühle wie Angst, Sorgen, Schuldgefühle, Überforderung oder Erschöpfung im täglichen Leben verdrängt oder nicht dagegen vorgegangen, kann dies zur Schlafstörungen führen, da diese Gefühle dann besonders intensiv verarbeitet werden, wenn unser Körper zur Ruhe kommt. Die Folge sind nächtliche Angstzustände, unruhiges hin und her wälzen und Schwierigkeiten ein- und durchzuschlafen. Auch die Trauer durch den Verlust eines nahestehenden Menschen kann vorübergehend zu Schlafstörungen führen.

Wenn man die Vermutung hat, dass die eigenen Schlafstörungen auf psychologische Faktoren zurückzuführen sind, sollte man die Hilfe einer psychologischen Beratung oder eines Psychotherapeuten in Anspruch nehmen. Diese können dabei helfen, das Problem genau zu benennen und eine Hilfestellung für mögliche Lösungen sein.

Tipps für einen besseren Schlaf

Mit ein wenig Glück verhelfen schon einfache Lösungen zu einem tieferen und gesünderen Schlaf. Ein abendlicher Spaziergang, ein entspannendes Bad, eine gute Matratze oder warme Milch mit Honig – dies alles sind einfache Mittel, die den Körper entspannen. Abendliche Rituale wie leichte Lektüre oder Aktivitäten wie Yoga können zusätzlich den Kopf von quälenden Gedanken frei machen. Anstrengenden Sport, fettes Essen oder Genussmittel wie Alkohol sollte man vor dem Schlafengehen vermeiden. Auch panische Blicke auf die Uhr oder schnell noch mal die Arbeitsunterlagen für morgen durchzugehen ist keine gute Idee, wenn man ruhig schlafen will. Sollte die Ursache für den Schlafmangel Stress sein, muss man Wege finden, diesen im Alltag zu reduzieren und dafür sorgen, dass man regelmäßig zur gleichen Uhrzeit ins Bett geht und aufsteht.

Wenn all diese Mittel nicht helfen, liegt die Annahme nahe, dass die Schlafstörungen eine organische oder psychische Krankheit zur Ursache haben. In diesem Fall sollte man einen Arzt oder eine psychologische Beratung aufsuchen. Indem man das Problem bei der Wurzel packt, ist ein langfristiger Erfolg wahrscheinlicher. Die Hilfe eines Psychologen kann je nach Erkrankung und Problem einige Zeit in Anspruch nehmen. Oft führt aber allein schon der erste Schritt und die Aussicht auf Hilfe zu einem ruhigeren Schlaf.

Jun 132012
 

Unruhiger Schlaf, kribbelnde Beine, Atemstörungen, ständiges Aufwachen und Schnarchen – Schlafstörungen haben viele Facetten. Ebenso vielfältig wie die Symptome können die Ursachen von Schlaflosigkeit sein. Beruflicher Stress, eine falsche Ernährung oder gar eine psychische Erkrankung sind Übeltäter, die einem den letzten Schlaf rauben können. „Ich kann nicht mehr, weil die Müdigkeit mir meine letzte Konzentration raubt“ – Solche Gedanken und Probleme im Alltag sind die Folgen einer Schlafstörung. Betroffene sollten deshalb frühzeitig eingreifen und nach Ursachen suchen.

Ein gesunder Schlaf schenkt Energie für den Alltag

Viele Menschen unterschätzen die Wichtigkeit eines tiefen und erholsamen Schlafes. Im Schlaf werden die Erlebnisse des Tages verarbeitet und eingeprägt. Das Gehirn arbeitet zu dieser Zeit auf Hochtouren. Deshalb ist ein gesunder Schlaf besonders für langanhaltende Lernerfolge entscheidend. Aber auch die Zellenerneuerung und ein großer Teil der Verdauung spielen sich im Schlaf ab. Die richtige Menge Schlaf ist also eine große Hilfe um sowohl geistig als auch körperlich fit zu bleiben.

Doch wie viel Schlaf ist gesund? Die Qualität des Schlafes hängt nicht unbedingt von seiner Dauer ab. Normalerweise sollte ein Erwachsener nicht weniger als sechs und nicht mehr als acht Stunden pro Nacht schlafen. Mit zunehmendem Alter sinkt das Schlafbedürfnis auf fünf bis sechs Stunden, Kinder dagegen benötigen zwischen zehn und zwölf Stunden, Säuglinge sogar bis zu 20 Stunden Schlaf.

Ausreichend langer Schlaf wirkt allerdings nicht erholend, wenn er von quälenden Gedanken, ständigem Aufwachen oder Atemstörungen begleitet wird. Manche Menschen greifen dann zu Schlaftabletten oder einem anderen Schlafmittel, wie zum Beispiel Alkohol. Diese Mittel helfen beim Einschlafen, sind jedoch keine gesunde Methode um Schlafstörungen langfristig entgegenzuwirken, da sie zwar kurzzeitig die Symptome lindern, auf Dauer aber der Gesundheit schaden und nicht die eigentlichen Ursachen für die Schlaflosigkeit bekämpfen.

Vorübergehende Schlafprobleme oder Schlafstörung

Nach ein paar schlaflosen Nächten sollte nicht gleich von einer Schlafstörung ausgegangen werden. Denn durch besondere Lebensereignisse oder Veränderungen kann es schon mal zu einer Anpassung des natürlichen Schlafrhythmus kommen. Wenn aber einige der folgenden Symptome immer wieder auftreten, sollte über eine professionelle Hilfe nachgedacht werden:

  • Trotz ständiger Einschlafschwierigkeiten viel zu frühes morgendliches Erwachen
  • Nach dem Aufwachen Müdigkeit und das Gefühl, nicht wirklich erholt zu sein
  • Häufige Tagesmüdigkeit, welche zu Leistungseinbußen führt
  • Starker Drang, sich tagsüber hinzulegen und zu schlafen
  • Lautes und häufiges Schnarchen, dass von Atemaussetzern begleitet wird (Partner fragen)
  • Gereiztheit und Niedergeschlagenheit
  • Übermäßig viele Bewegungen während des Schlafens (Partner befragen)
  • Konzentrations- und Lernschwierigkeiten
  • Blaue Flecken und Kratzer, deren Herkunft unklar sind
  • Ständige Sorgen aufgrund der beeinträchtigten Schlafqualität

Derartige Anzeichen sollten auf jeden Fall ernstgenommen werden, da sie möglicherweise auf eine vorliegende Schlafstörung hinweisen können.

Schlafstörungen und ihre Symptome

Bis zu 15 Prozent der Deutschen leiden regelmäßig unter Schlafstörungen, die Schlaflosigkeit äußert sich jedoch bei jedem unterschiedlich. Manche benötigen mehrere Stunden um einzuschlafen, andere leiden unter einer Durchschlafstörung und stehen mehrmals in der Nacht auf um auf die Toilette zu gehen oder weil ihre Beine kribbeln. Einige verbringen sogar ganze schlaflose Nächte und ertappen sich tagsüber dabei, wie sie mehrmals aus Versehen weg dösen.

Ein besonders schwerwiegender Grund für einen gestörten Schlaf ist die so genannte Schlafapnoe. Betroffene dieser Krankheit werden mehrmals in der Nacht wach, weil kurze Atemstillstände während des Schlafs sie aufwecken. Eine natürliche Alarmfunktion des Körpers – für Betroffene führt dies jedoch zu einem besonders ungesunden Schlaf, der große Müdigkeit und Sekundenschlaf am Tag zur Folge haben kann.

Schlafstörungen beeinträchtigen nicht nur die Nachtruhe, sondern vor allem die Lebensqualität im Alltag. Konzentrationsstörungen, Gewichtszunahme, Kreislaufprobleme, Gereiztheit – dies sind nur einige der Probleme, die tagsüber durch mangelnden Schlaf auftauchen. Bevor sich die Schlafstörungen zu einer gesundheitlichen Bedrohung entwickeln, sollte man daher nach der Ursache forschen und sie beheben. Die Ursachen für eine Schlafstörung können ganz unterschiedlicher Natur sein. Vor allem psychische Ursachen sollte man nicht unterschätzen. Hierbei kann ein Gespräch mit einem Arzt oder Psychologen helfen.

Apr 212011
 

Wenn man bereits seit einiger Zeit unter Schlafproblemen leidet, ist es besonders wichtig, durch besondere Verhaltensregeln wieder zu einem gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus zurückzukehren. Folgende Regeln sollten beachtet werden um wieder zu einem schnelleren Einschlafen und einem längeren Durchschlafen zu gelangen:

  • Nur zu Bett gehen, wenn man müde ist
  • Das Bett ausschließlich zum Schlafen benutzen, also nicht zum Lesen, Trinken oder Fernsehen (ausgenommen sexuelle Aktivitäten)
  • Wenn  man nach 15 Minuten noch nicht eingeschlafen kann, sollte man aufstehen und das Zimmer wechseln; erst wieder ins Bett gehen, wenn man sich wieder müde fühlt
  • Sollte man wieder nicht einschlafen können, wird der vorangegangene Schritt wiederholt
  • Jeden Morgen zur selben Zeit aufstehen
  • Tagsüber nicht schlafen

Um den Schlaf-Wach-Rhythmus neu zu strukturieren, empfiehlt es sich vorerst die absolute Schlafzeit zu verkürzen. Durch diese Verkürzung wird der Schlafdrang verstärkt und in Kombination mit den vorgestellten Regeln kann ein gesundes Schlafverhalten wiederhergestellt werden. Ein gesunder Schlaf ist für die psychologische Gesundheit außergewöhnlich wichtig und führt zu einem allgemeinen psychischen Wohlbefinden.

Apr 052011
 

Wenn eine nicht organisch bedingte Schlafstörung, auch Insomnie genannt, vorliegt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, auch ohne Einnahme von Medikamenten, die Schlafqualität wieder zu verbessern. Neben verschiedenen Entspannungstechniken kann auch ungünstigen Schlafgewohnheiten mithilfe der Schlafhygiene entgegengewirkt werden.

Um einen gesunden Schlaf wiederherzustellen, müssen die folgenden Regeln beachtet werden:

  • Nach dem Mittagessen keine koffeinhaltigen Getränke mehr trinken
  • Alkohol weitgehend vermeiden und keinesfalls als Schlafmittel einsetzen
  • Verzicht auf Appetitzügler
  • Keine schweren Mahlzeiten am Abend
  • Regelmäßige körperliche Aktivität
  • Allmähliche Verringerung geistiger und körperlicher Anstrengung vor dem Schlafengehen
  • Ein persönliches Einschlafritual kreieren
  • Für eine angenehme Atmosphäre im Schlafzimmer sorgen
  • In der Nacht nicht auf den Wecker, Armbanduhr oder Handy schauen

Trotz der weit verbreiteter Meinung, dass Alkohol als Einschlafhilfe dienlich sein kann, sollte unbedingt darauf verzichtet werden. Alkohol führt nämlich auch bei üblichem Gebrauch zu Durchschlafstörungen und verringert dadurch die Schlafqualität. Auch die ständige Uhrzeitkontrolle ist kontraproduktiv. Die dadurch entstehende Frustration über das Nicht-Schlafen-Können führt zu noch mehr Stress und erhält somit die Schlafproblematik.

Generell sollte versucht werden, die genannten Regeln für mindestens zwei Wochen zu praktizieren. Die erklärte Schlafhygiene sollte ohne Druck und Zwang durchgeführt werden. Da jeder ein individuelles Schlafverhalten besitzt, können die Regeln auch ergänzt oder teilweise ganz umgestaltet werden. Es ist mittlerweile bekannt, dass das Schlafbedürfnis und die Schlaffähigkeit sehr unterschiedlich sein können. Der gesunde Mensch schläft durchschnittlich zwischen vier und zehn Stunden. Die Durchführung der Schlafhygiene kann dabei helfen, das natürliche Schlafbedürfnis wiederzuerlangen und die Schlafqualität zu steigern.

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