Feb 272013
 
Loslassen lernen

Loslassen bedeutet Veränderung – Bild: © Andreas Haertle – Fotolia.com

Der Tod eines geliebten Menschen, die Trennung vom Partner, unerfüllte Berufswünsche – es gibt viele Dinge im Leben, die uns nicht mehr loslassen oder vielmehr: von denen wir nicht loslassen können. Doch wie weit darf man in der Vergangenheit leben ohne die seelische Gesundheit zu beeinflussen? Wann ist loslassen lernen notwendig um in der Gegenwart zu bleiben und den Alltag bestreiten zu können? Viele Menschen haben Probleme mit dem Loslassen. Auf Dauer schädigen Gefühle wie Reue, Trauer, Wut und die mangelnde Akzeptanz von Tatsachen jedoch die körperliche und seelische Gesundheit. Im Folgenden werden die Ursachen der Angst vor dem Loslassen und Möglichkeiten für ein erfolgreiches Loslassen aufgezeigt.

Woran man merkt, dass man nicht loslässt

Viele Personen merken oft erst gar nicht, dass sie in einer bestimmten Situation oder Gefühlslage verharren, Gedankengänge immer von neuem hervor holen und so langsam den Kontakt zur Gegenwart verlieren. Oft müssen sie von Freunden darauf aufmerksam gemacht werden, dass es Zeit ist weiterzuziehen, dass sie das Loslassen lernen müssen. Verschiedene Symptome können ein Zeichen dafür sein, dass der Tod eines geliebten Menschen, eine Trennung oder andere traurige Ereignisse, Schuldgefühle oder unerfüllte Sehnsüchte nicht verarbeitet worden sind. Auch das Verharren in einer unangenehmen Situation, einer unglücklichen Beziehung oder einem unerfüllten Arbeitsplatz, ist ein Zeichen von nicht loslassen können.

Wenn Symptome wie ständige Anspannung, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Depression, Panikattacken, das Abgleiten in eine Sucht oder ständiges Gedankenkreisen auch lange Zeit nach bestimmten Erlebnissen beobachtbar sind, ist das häufig ein Zeichen dafür, dass wir unbewusst an etwas nagen. Manche Menschen sind sich ihrer Lage auch bewusst, holen unangenehme Gefühle stets wieder hervor, weil sie nicht abschließen können – oder wollen. Spätestens, wenn nicht nur die seelische Gesundheit, sondern auch die körperliche unter den ständigen negativen Gefühlen leidet, ist es jedoch Zeit das Trauma zu bearbeiten.

Warum man nicht loslässt

Jeder Mensch hat andere, individuelle Gründe, warum er ein Ereignis, einen Fehler in der Vergangenheit oder bestimmte Gedanken nicht loslassen kann. Grundsätzlich haben aber alle Menschen ein elementares Gefühl gemeinsam: Angst. Diese Angst lähmt uns, lässt uns in unangenehmen Situationen verharren, weil loslassen lernen auch bedeutet von vorne zu beginnen. Der einfachere Weg ist oft der Bekannte, daher wählen ihn viele Menschen aus Angst vor dem Unbekannten.

Häufig sind auch Schuldgefühle der Grund dafür, dass jemand nicht loslassen kann – zum Beispiel, wenn ein geliebter Mensch gestorben ist und die Verbliebenen Angst haben ihr Loslassen würde bedeuten diesen Menschen zu vergessen. Es gibt viele einzelne Gründe, warum ein Mensch nicht loslassen kann, Hauptauslöser ist jedoch meistens die Angst, die es zu überwinden gilt.

Loslassen lernen

Loslassen kann gelernt werden, denn es ist reine Kopfsache. Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist und auch prägende Erfahrungen in der Kindheit – die Scheidung der Eltern zum Beispiel – die Angst vor Trennung und Unbekanntem schüren können, gehört zum loslassen lernen jedoch auch viel Geduld. Wenn man es jedoch schafft, auf einen inneren Leidensdruck zu reagieren und die Angst vor einem Neustart überwindet, kann eine seelische Gesundheit wieder hergestellt werden.

Um das Loslassen zu lernen, sollte man sich zunächst ein paar grundlegende Dinge bewusst machen:

  • Wir können bestimmte Ereignisse und die Gefühle anderer Menschen nicht beeinflussen
  • Wir können uns Fehler erlauben – das macht uns nicht zu einem schlechteren Menschen
  • Wir verdienen es gut behandelt zu werden
  • Wenn wir verzeihen, helfen wir damit auch uns selbst
  • Loslassen bedeutet nicht aufgeben, sondern einen Neuanfang wagen

Auch wenn diese Aussagen rational verarbeitet werden können, ist es oft schwierig danach zu handeln. Mit Geduld und auch etwas Übung können sie jedoch nach einer Zeit verinnerlicht werden. Wichtig ist zunächst, sich ständig wiederholende, kontraproduktive Gedankengänge zu unterbrechen. Ein inneres Stopp sollte trainiert werden, entweder indem man sich obige Aussagen vor Augen führt, laut vorliest oder aber Ablenkung sucht: Eine Runde Joggen oder Schwimmen, ein beruhigendes Musikstück anhören, ein Buch lesen, kochen – je nachdem, welche Tätigkeit einen auf andere Gedanken bringt.

Auch rationale Pro-/Kontra-Listen können helfen, eine Situation wieder realistisch einzuschätzen. Wenn man sich ehrlich vor Augen führt, welche Vor- und welche Nachteile das Loslassen einer Situation mit sich bringt, stellt man sich der Angst und merkt vielleicht auch, dass diese unbegründet ist.

Den Weg loszulassen muss man nicht allein gehen. Wenn man sich mit Menschen umgibt, die einem gut tun und die vielleicht selbst schon ähnliche Erfahrungen gemacht haben, fällt der Prozess leichter. Außerdem sollte man gütig mit sich selbst sein: Loslassen lernen bedeutet zunächst auch Trauer und Unsicherheit – ist der Weg jedoch gegangen wird man erleichtert sein.

Dez 282012
 
Gelassenheit

Gelassenheit für das seelische Gleichgewicht – Bild: © Iakov Kalinin – Fotolia.com

Der Alltag birgt zugegebenermaßen mehr Stressfaktoren, als Energiequellen. Als beruflich eingebundener Mensch, der vielleicht zusätzlich noch eine Familie hat, muss man sich die Quellen der Gelassenheit deshalb immer wieder aufs Neue suchen. Es ist eine beneidenswerte Tugend, wenn Menschen sich durch kein Wässerchen trüben lassen. Gleichmut bedeutet dabei nicht etwa Resignation. Manche Menschen haben einfach gelernt, sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Diese Einstellung kann enorm dabei helfen den Alltag zu bestreiten, sich Kleinigkeiten nicht so zu Herzen zu nehmen und vor allem das Leben in vollen Zügen zu genießen. Manche werden mit einer solchen Einstellung geboren, andere wiederum können mit ein paar einfachen Tricks mehr Gelassenheit in ihren Alltag holen. Mit Hilfe dieser Tricks sind Warteschlangen im Supermarkt, die Suche nach einem Parkplatz, ein zerbrochener Teller oder der fiese Kommentar einer Kollegin kein Grund mehr an die Decke zu gehen, sondern können mit einem erhabenen Lächeln akzeptiert werden.

1. Abstand gewinnen

Die meisten Dinge bringen einen auf die Palme, weil man sie zu persönlich nimmt. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und regt sich über Dinge auf, die einen sonst kaum beschäftigen würden. Ganz wichtig ist es deshalb Abstand zu Situationen zu gewinnen, denn nur so bewahrt man einen kühlen Kopf. In anstrengenden Situationen, die einem jegliche Konzentration rauben, sollte man deshalb versuchen sich mit den Augen einer außenstehenden Person zu sehen und zu beurteilen. Auch das Ergebnis aufzuschreiben kann helfen. Mit der Zeit erlangt man Übung in diesem Prozess und wird immer leichter zu einer rationalen und objektiven Beurteilung der eigenen Situation gelangen.

2. Ruhig durchatmen

Es klingt banal, hilft jedoch bewiesenermaßen dabei gelassener zu werden: Tief durchatmen. Wir reagieren nicht nur mental, sondern auch körperlich auf Stresssituationen. Das hektische Atmen, mit dem unser Körper auf eine anstrengende Situation reagiert, strapaziert unsere Psyche zusätzlich. Bevor man in Hektik oder Panik verfällt, hat es sich deshalb bewährt die Augen zu schließen und tief ein- und auszuatmen, bis der Körper sich beruhigt und man sich gelassener fühlt. Diese Art zu atmen kann man auch trainieren. Bevor man eine hitzköpfige Entscheidung trifft, sollte man auf diesen kleinen Trick zurückgreifen – so manch eine Eskalation lässt sich damit verhindern.

3. Probleme strukturieren

Viele Probleme wachsen einem nur deshalb über den Kopf, weil man sie alle auf einmal lösen möchte. Wenn man Struktur in die Stressfaktoren bringt, erscheinen sie plötzlich gar nicht mehr unlösbar. Deshalb sollte man sich immer erst das wichtigste Problem vornehmen und sich so Schritt für Schritt vorarbeiten. Kommt man mit einem Problem wirklich nicht weiter, kann man sich auch erlauben, erst einmal das nächste zu behandeln.

4. Energiequellen finden

Der Alltag sollte nicht nur aus Arbeit und Verpflichtungen bestehen. Hobbys und Leidenschaften sind wichtig um Energie für die anstrengenden Dinge im Leben zu sammeln. Die individuellen Energiequellen muss jeder für sich selbst finden. Manche Menschen suchen ihren Ausgleich im Sport, andere kochen gern oder lesen ein gutes Buch. Auch klassische Wege zu mehr Gelassenheit wie Yoga oder Meditation können helfen, den Alltag besser zu bestreiten.

5. Fehler akzeptieren

Nur weil man selbst oder jemand anderes einen Fehler macht, ist das kein Grund die Gelassenheit zu verlieren. Um über den Dingen zu stehen, sollte man Fehler verzeihen und sich auf die positiven Dinge konzentrieren. Diese Art von Gleichmut hilft dabei nicht in zu viel Kritik zu versinken, die einen daran hindert konstruktiv zu arbeiten. Dazu gehört auch eigene Fehler anzuerkennen und daraus zu lernen, deshalb aber nicht gleich die eigene Persönlichkeit in Frage zu stellen.

6. Die eigene Wahrnehmung ändern

Viele Menschen suchen unbewusst das Unglück – mit der falschen Einstellung. Wer sich nur auf das Negative in seinem Alltag konzentriert, belastet seine Psyche und lernt oft nicht mehr aus diesem Teufelskreis herauszukommen. Manchmal muss man sich deshalb zu einer positiven Wahrnehmung zwingen. Indem man sich bewusst auf die Vorteile einer im Moment nicht zu ändernden Situation konzentriert, lernt man mit den Nachteilen umzugehen und nach vorne zu schauen.

7. Anpassung lernen

Manche Dinge lassen sich nicht ändern und oft ist das im Nachhinein auch gut so. Deshalb sollte man nicht auf Biegen und Brechen versuchen eine Situation zu ändern, die nicht zu ändern ist. Sich anzupassen und unter den gegebenen Umständen weiter zu machen, lehrt auf Dauer mehr Gelassenheit und die Weisheit Dinge und Menschen so zu akzeptieren wie sie sind.

Beachtet man diese wenigen Tipps im Alltag, wird man mit mehr Gelassenheit und Energie belohnt. Gelassenheit ist die Basis für ein psychisches Gleichgewicht und lässt uns selbst schwierige Dinge mit Bravour meistern. Auch die Menschen im Umfeld werden es einem danken und ebenfalls entspannt begegnen. Problemen, die einen früher auf die Palme getrieben haben, kann nun mit Gleichmut und Souveränität die Stirn geboten werden.

Sep 272012
 
Durchhaltevermögen und Willenskraft

Mit Willenskraft erfolgreich ans Ziel – Bild: © Katja Xenikis – Fotolia.com

Steter Tropfen höhlt den Stein – ein Sprichwort, das wie eine Abfertigung für ungeduldige Personen klingt, in dem jedoch eine wichtige Wahrheit versteckt liegt: Nur mit genug Durchhaltevermögen gelangt man erfolgreich ans Ziel. Das heißt jedoch nicht, dass ungeduldige Menschen ab sofort den Kopf in den Sand stecken müssen, denn Durchhaltevermögen ist eine Tugend, die erlernbar ist. Mit etwas Geduld und Willenskraft lassen sich so selbst schwierige Ziele irgendwann meistern.

Stabilität und Ausdauer als Erfolgsrezept

Erfolgreiche Wissenschaftler und Profi-Sportler zeichnen sich nicht nur durch ein außergewöhnliches Talent aus, sondern vor allem durch ihre Willenskraft. Angeborenes Talent hat keine Wirkung, wenn es nicht gefördert wird. Bei dieser Förderung spielen vor allem die Ausdauer und die Stabilität der eigenen Psyche, zu der ein gesundes Selbstbewusstsein gehört, eine Rolle. Wer in seinem Leben Ausdauer und Motivation beweist, erreicht seine Ziele mit hoher Wahrscheinlichkeit. Ein gutes Durchhaltevermögen spricht für eine starke Persönlichkeit, die auch andere Menschen schnell in ihren Bann zieht, aber nur wenige können sich über angeborene Willenskraft freuen. Mit ein paar Tricks kann man das eigene Durchhaltevermögen jedoch Stück für Stück steigern. Diese Tricks für mehr Durchhaltevermögen sind selbst für die kleinsten Ziele im Alltag hilfreich.

Scheitern erlaubt

Eine Person mit Durchhaltevermögen zeichnet sich nicht dadurch aus, dass sie nie scheitert, sondern dass sie weitermacht, auch wenn sie mal scheitert. Fehler zuzulassen und nachsichtig mit sich selbst zu sein ist daher einer der ersten Schritte auf dem Weg zu mehr Durchhaltevermögen. Auch aufzugeben, wenn sich der Erfolg nach vielen Versuchen nicht einstellen will, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern beweist im Gegensatz den Mut die eigenen Grenzen anzuerkennen und sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Die wenigsten erfolgreichen Menschen waren dies von Anfang an – bei den meisten brauchte es viele gescheiterte Versuche, bevor sie ihr Ziel erreichten. Wenn man schließlich am Ende der Strecke angekommen ist, sind die gescheiterten Versuche schließlich nicht mehr relevant.

Realistische Ziele setzen

Wer sich zu hohe Ziele setzt, wird häufiger enttäuscht. Das angestrebte Durchhaltevermögen wird dann zu einer Belastung für die Psyche und das Gegenteil von Erfolg, nämlich Frust tritt ein. Deshalb ist es wichtig, sich alltagsnahe Ziele zu setzen und diese mit einem realistischen Plan umzusetzen. Mit einem realisierbaren Ziel vor Augen, steigen Motivation und Willenskraft. Bevor man sich ein Ziel setzt, sollte man daher immer auch die Hindernisse genau beachten und vor allem ehrlich sein: Kann man dieses Ziel in der vorgegebenen Zeit erreichen oder sollte man den Plan noch einmal genauer an die eigene Lebenssituation anpassen? Statt eines Marathons reicht vielleicht auch erstmal der Halbmarathon und statt sofort 10 Kilo abzunehmen, sind auch 5 Kilo ein erster großer Erfolg. Wer seine Ziele realistisch setzt, läuft weniger Gefahr enttäuscht zu werden und kann sich stattdessen häufiger über Erfolgserlebnisse freuen.

Nicht sofort aufgeben

Nach der Zielsetzung beginnt die eigentliche Arbeit: Den Plan in die Tat umzusetzen. Vor allem die erste Zeit erweist sich für die meisten als schwierig, denn die neue Ausdauer will erst noch gelernt werden. Die nötige Stabilität um nicht beim ersten Hindernis das Handtuch zu werfen, erlangt man oft schon durch positive Gedankenspiele. Indem man sich das Ziel und die damit verbundenen Vorteile lebendig ausmalt, steigert man die eigene Motivation. Auch kleine Hilfen, wie selbst geschriebene Motivationszettel oder Bilder stärken die Willenskraft.

Wenn man zum Beispiel sparsamer werden möchte, kann ein Bild von einer herrlichen Insel, die an den Urlaub den man mit dem gesparten Geld machen kann erinnert, eine große Hilfe sein. Sich morgens in einer selbstbewussten Haltung vor den Spiegel zu stellen und überzeugend zuzureden, sorgt ebenfalls für das nötige Selbstbewusstsein. Sollte man an einem Tag tatsächlich mal nicht in der Lage sein, den eigenen Plan zu verfolgen, weil man zu müde war, weil man einfach mal schwach geworden oder in alte Verhaltensmuster zurückgefallen ist, kann ein Plan B das Gewissen beruhigen. Statt zu Joggen, macht man dafür zum Beispiel am nächsten Tag einfach ein paar Liegestützen.

Auf die innere Stimme hören

Der erste Schritt auf dem Weg zu mehr Durchhaltevermögen ist nach wie vor der Wille, etwas zu tun. Oftmals scheitern wir an etwas, weil wir unsere innere Stimme ignorieren. Jemand, der partout kein Spaß am Joggen hat, wird sich nicht langfristig dazu durchringen können – in diesem Fall wäre die Wahl einer anderen Sportart der richtige Weg um trotzdem sein Ziel sportlicher zu werden oder abzunehmen zu erreichen. Jemand, der keinen Erfolg im Job hat, sollte sich außerdem ehrlich fragen, ob er den richtigen Beruf, beziehungsweise die richtige Arbeitsstelle gewählt hat. Bevor man sich mit blinden Augen in einen Plan wirft, sollte man daher genau ergründen, was einen bisher von den gesetzten Zielen abgehalten hat und notfalls einen Alternativplan entwerfen.

Der Weg zu mehr Durchhaltevermögen ist machbar, jedoch manchmal steinig. Das ist aber kein Grund, sich unnötige Vorwürfe zu machen oder sich schwach zu fühlen. Wenn man sich kleine Ziele gesetzt hat und sich auch mal erlaubt zu scheitern, erlebt man viele kleine Erfolgserlebnisse, die das Durchhaltevermögen von Mal zu Mal steigern – steter Tropfen höhlt eben doch den Stein.

Sep 132012
 
Gehirntraining

Gehirntraining: in jedem Alter von Nutzen – Bild: © julien tromeur – Fotolia.com

Manchmal trifft man auf Menschen, die auch im hohen Alter nichts an geistiger Fitness und Aufnahmefähigkeit verloren haben. Andere wiederum fragen sich bereits früh, warum sie so vergesslich geworden sind oder Schwierigkeiten haben zu lernen und sich zu konzentrieren. Abgesehen von Krankheiten wie Demenz und Alzheimer, liegt die geistige Leistungsfähigkeit zum Teil in unseren eigenen Händen. Während die meisten ab einem gewissen Alter immer mehr auf ihre körperliche Fitness achten, ist das gezielte Training von Gedächtnis und Konzentration noch nicht in aller Munde. Dabei ist es möglich so genanntes Gehirnjogging zu nutzen um die eigene Aufmerksamkeit zu steigern und die Leistungsfähigkeit des Gehirns bis ins hohe Alter so gut wie möglich zu erhalten.

Wie das Gedächtnis funktioniert und wie es sich trainieren lässt

Unser Gehirn speichert Reize auf drei verschiedene Wege: sensorisch, kurzzeitig und langzeitig. Kurzzeitig gespeichert und verarbeitet werden Reize im so genannten Arbeitsgedächtnis. Dieses Gedächtnis stellt sich im Zusammenhang mit Gedächtnistraining und Intelligenz als besonders relevant heraus, denn mit einem guten Arbeitsgedächtnis ist man in der Lage schneller und effektiver zu denken und Probleme zu lösen. Darüber hinaus wurde ein starker Zusammenhang zwischen einem guten Arbeitsgedächtnis und der Intelligenz nachgewiesen. Die Stabilität des Arbeitsgedächtnisses ist allerdings nicht angeboren, sondern kann bis ins hohe Alter verändert werden, und zwar mit Hilfe von Gedächtnistraining.

Im hohen Alter ist es meistens nicht das Langzeitgedächtnis, das leidet, sondern das Arbeitsgedächtnis: Die Konzentration lässt nach, die Aufmerksamkeit lässt sich nicht lang halten und es kommt zu Vergesslichkeit. Sich nicht mehr auf das eigene Gedächtnis verlassen zu können, hat Auswirkungen auf die Psyche der Betroffenen. Gezieltes Gedächtnistraining in Form von Übungen kann dieses Gefühl von Verwirrung und Angst vermeiden und die geistige Leistungsfähigkeit steigern und erhalten.

Wirksames Gehirnjogging ist individuell und abwechslungsreich

Gehirnjogging ist nicht gleich Gehirnjogging. Damit das Training Früchte trägt, müssen einige Punkte erfüllt werden, die nicht nur kurzfristig, sondern nachhaltig für bessere Aufmerksamkeit und Konzentration sorgen und die individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse der trainierenden Person abgestimmt sind.

Gehirntraining kann auf unterschiedlichen Niveaus ausgeführt werden. Das ist auch ganz logisch: Ein Siebzigjähriger trainiert sein Gehirn schließlich nicht auf dem Niveau eines Dreißigjährigen. Während das Training des Siebzigjährigen vielleicht vor allem auf einfache Übung zum Gedächtnistraining abzielt, möchte der Dreißigjährige sein Gehirn fordern und greift auf komplexere Übungen im Bereich des logischen Denkens zurück. Die einzelnen Übungen sollten daher dem gewünschten Niveau der Trainierenden entsprechen, nicht zu einfach und nicht zu schwierig sein. Mit der Zeit kann der Schwierigkeitsgrad entsprechend dem individuellen Fortschritt gesteigert werden. Darüber hinaus unterscheiden sich die einzelnen Übungen je nach gewünschtem Resultat. Bestimmte Übungen beugen der Vergesslichkeit vor, andere schärfen den logischen Verstand, wiederum andere dienen dazu, die Aufmerksamkeit zu verbessern. Die Übungen sollten gemäß dem aktuellen Forschungsstand entwickelt worden sein.

Natürlich ist auch im Gehirnjogging die nötige Abwechslung erforderlich um Teilnehmer bei Laune zu halten und das Gehirn zu fordern und zu motivieren. Das Gehirn merkt sich immer gleiche Übungen und reagiert beim nächsten Mal zwar schneller, wird aber nicht mehr gefordert. Neue Herausforderungen sind daher nicht nur im Alltag, sondern auch beim Gehirntraining das A und O. Schließlich zielen die Übungen im Moment der Ausführung nicht auf die Entspannung der Psyche, sondern auf ihre Weiterentwicklung ab.

Sofortiger Erfolg nicht immer zu erwarten

Das Prinzip des Gehirntrainings steht vor allem bei einigen Neuropsychologen in der Kritik. Die geistige Leistungsfähigkeit ist äußerst komplex und lässt sich daher nicht so einfach steigern wie die körperliche Fitness. Vor allem die Art und Weise des Trainings spielt deshalb eine große Rolle. Die Komplexität des Gehirns muss stets im Hinterkopf behalten werden – denn im Gegensatz zum Muskelaufbau durch Gewichtheben oder Liegestützen lässt sich das Gehirn nicht durch stures Pauken verändern.

Die neueste Forschung setzt daher vor allem auf den Aspekt der Motivation. Dinge, die mit Begeisterung getan werden, haben einen besseren Effekt auf unser Gehirn als langweilige Aufgaben, die uns nicht interessieren. Wenn man also kein Fan von Sudoko ist, bringt es auch nicht den gewünschten Effekt, sich jeden Tag zum Lösen einer Aufgabe zu zwingen. Macht einem Sudoko allerdings besonderen Spaß, ist dies eine effektive Art von Training zur Steigerung der eigenen geistigen Leistungsfähigkeit.

Möchte man also langfristig geistig fit bleiben, sollte man sich individuelle Übungen suchen, die zu den eigenen Bedürfnissen passen und außerdem Spaß machen. Ungeduldig sollte man dabei nicht sein. Veränderungen im Gehirn passieren nicht von heute auf morgen und sind immer langfristig zu beobachten. Ein sofortiger Erfolg wird sich daher auch nicht bei täglichem Gehirnjogging einstellen. Der Erfolg äußert sich vielmehr in einer allgemein besseren Leistungsfähigkeit, die sich im Laufe des Lebens bis ins hohe Alter zeigen kann.

Online-Übungen für eine bessere geistige Leistung

Im Internet findet man einige abwechslungsreiche Übungen, die als Gehirntraining fungieren. Bei diesen Übungen muss man sich verschiedene Abläufe und Reihenfolgen merken, Ähnlichkeiten und Zusammenhänge erkennen, Rechenaufgaben lösen, Muster nachzeichnen oder bestimmte Wörter finden. Die Übungen sind auf unterschiedliche Bereiche und Leistungen des Gehirns abgestimmt und helfen dabei, die gewünschten Funktionen des Gehirns zu steigern und zu erhalten.

Jul 102012
 
Neid, Missgunst & Selbstwertprobleme

Neid: Resultat eines schwachen Selbstwertgefühls – Bild: © Jochen Schönfeld – Fotolia.com

Neid – jeder kennt dieses Gefühl, entweder weil man es selbst gespürt hat oder weil man von anderen damit konfrontiert wurde. Neid gehört zu den natürlichen menschlichen Gefühlen und ist ebenso allgegenwärtig wie Freude, Trauer, Eifersucht und Wut. Doch Neid und Missgunst entstehen unter fadenscheinigen Gründen und sind meist ein Ausdruck von tiefer liegenden Problemen. Oberflächlich betrachtet scheint es, dass andere wegen ihres Geldes, ihrer Schönheit oder ihrer größeren Wohnung beneidet werden. Ein wenig Neid ist in diesem Fall auch erlaubt und völlig natürlich.

Wenn sich der Neid aber zur starker Missgunst steigert, liegt nahe, dass der Neider mit einem schwachen Selbstwertgefühl zu kämpfen hat und materielle und oberflächliche Werte mit innerer Zufriedenheit verknüpft. Der Neider nimmt wahr, was andere haben und er nicht hat und geht automatisch davon aus, dass andere daher glücklicher und zufriedener sein müssten als er selbst. Viele Menschen, die von Neid und Missgunst geplagt werden, fangen außerdem an aufzurechnen und versuchen zu bewerten, ob der Andere sein Glück mit Geld, Frauen oder der Arbeit wirklich verdient.

Wie Neid entsteht

Prinzipiell wird jeder mal von Neid geplagt, manche Personen sind jedoch stärker dazu veranlagt zu neiden als andere. Der Ursprung hierfür kann schon in der frühen Erziehung liegen, wenn ein Kind zum Beispiel gegenüber seinen Geschwistern benachteiligt wurde. Aber auch Erfahrungen im späteren Leben, wie zum Beispiel mangelnde Anerkennung für harte Arbeit können den Weg für ein von Neid geprägtes Leben ebnen. Menschen, die besonders anfällig für Neid sind, sind oft stark unzufrieden mit ihrem eigenen Leben, entweder weil sie falsche Entscheidungen getroffen haben oder immer versucht haben es anderen Recht zu machen. Wenn diese Menschen mit Personen konfrontiert werden, die sich nehmen was sie wollen und damit auch noch erfolgreich sind, kann das starken Neid hervorrufen. Prinzipiell sind wir also alle nicht davor gefeit, anderen gegenüber Neid zu empfinden. Wenn dieser Neid jedoch so stark wird, dass er sich belastend auf die Psyche auswirkt, ist es Zeit zu lernen mit dieser Missgunst umzugehen und das eigene Selbstwertgefühl und die persönliche Zufriedenheit zu stärken.

Neid und Missgunst bewältigen

Um eine Veränderung zu bewirken, muss man zuallererst den Zustand indem man sich befindet erkennen und akzeptieren. Indem man akzeptiert, dass man neidisch und unzufrieden ist, macht man den ersten Schritt. Ein besonders wichtiger nächster Schritt ist, das eigene Selbstwertgefühl zu stärken. Man sollte sich mit anderen Vergleichen, aber nicht als besser oder schlechter bewerten, sondern einfach als anders. Trotzdem sollte man sich seines eigenen Wertes bewusst bleiben und sich vor Augen führen, dass man einzigartig ist. Beispielsweise mag der Andere vielleicht besser aussehen, dafür ist man selbst aber ziemlich schlau oder sportlich. Sich bewusst machen was man hat und kann, statt sich auf das zu fixieren was man nicht hat, hilft den Neid zu bekämpfen. Der Weg zu einem größeren Selbstwertgefühl und mehr Zufriedenheit ist jedoch kein leichter, Minderwertigkeitsgefühle sind oft tief in der Psyche verankert. Viele suchen daher Hilfe bei einer psychologischen Beratung.

Wenn man in einer anderen Person etwas sieht, das einen besonders neidisch macht, kann das auch ein Ausdruck dafür sein, was man sich für sich selbst wünschen würde. Wenn man dies erkennt, kann man den Neid in Ansporn und Ehrgeiz umwandeln. Man kann lernen, den Anderen nicht als Feind, sondern als Vorbild zu betrachten. Dabei hilft auch zu versuchen, sich in den Anderen hineinzuversetzen und sich bewusst zu machen, dass auch in seinem Leben nicht alles glatt läuft. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat man sogar selbst Eigenschaften um die man von Anderen beneidet wird und die man vor lauter Neid und Missgunst gar nicht wahrnimmt.

Zufriedenheit im eigenen Leben

Man sollte Neid und Missgunst als Motor für ein besseres Leben betrachten, statt sich davon aufhalten zu lassen. Durch Neid werden Missstände und Unzufriedenheit aufgezeigt. Man sollte dies zum Anlass nehmen, das eigene Leben umzugestalten. Dafür muss man die eigene Stimme beachten. Warum beneidet man den Anderen? Wie möchte man sein Leben gern leben, hat aber bisher aus Angst oder für Andere darauf verzichtet? Wenn man diese Fragen beantwortet hat, kann man in kleinen Schritten größere Zufriedenheit im Leben erlangen, indem man es sinnvoll ausfüllt, mit Tätigkeiten, die einem Spaß machen und einem Anerkennung bringen und sei es nur von sich selbst. Wenn man die Fähigkeiten ausbaut, die man bereits hat, muss man nicht mehr so neidisch sein auf Fähigkeiten, die man nicht hat.

Wie man mit Neidern umgeht

Auch für die Beneideten ist es nicht leicht mit Neid und Missgunst umzugehen, vor allem wenn die Neider aus dem eigenen Freundes- oder Verwandtenkreis kommen. Um mit bösen Kommentaren und offensichtlichem Neid richtig umgehen zu können, muss man erst einmal verstehen, dass der Neid der Person nicht persönlich gemeint ist, sondern auf ein tiefer liegendes Problem verweist. Der Neid und die Missgunst dieser Person sind also nicht zwingend nur gegen die eigene Person gerichtet. Trotzdem leidet man natürlich unter dem Neid, vor allem wenn man ihn gar nicht nachvollziehen kann. Ein offenes Gespräch mit dem Neider kann helfen, Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Auch Anderen öfter ein Kompliment zu machen und außerdem Fehler und Macken offen einzugestehen, hilft dabei Neid aus dem Weg zu räumen, da man Neidern so zeigt, dass man auch nur ein Mensch mit Stärken und Schwächen ist.

Jun 262012
 

Unerwartete und belastende Lebensereignisse können mit seelischen Problemen einhergehen und jeden treffen. Die Folgen sind intensive Emotionen und Gedanken, welche die Psyche stark beeinträchtigen können. In solchen Situationen ist es gut zu wissen, wie und wo man Unterstützung und Hilfe erhalten kann. Die folgende Liste soll die einfachsten und wirksamsten Wege aufzeigen, welche bei seelischen Belastungen und Schmerzen gegangen werden können.

1. Das Gespräch mit einer vertrauten Person suchen

Gerade in Situationen, in denen man sich nicht im Gleichgewicht befindet, kann es hilfreich sein, sich einer nahestehenden Person anzuvertrauen. Im Gespräch mit beispielsweise Freunden, dem Partner oder Familienangehörigen ist es möglich, die Probleme durch die Augen eines anderen zu sehen. Hierbei ergeben sich oft Lösungsvorschläge, die einem alleine verborgen geblieben wären.

2. Die belastende Situation verlassen und vorerst meiden

Bei andauernden seelischen Belastungen ist es ratsam, die stressauslösende Situation zu verlassen und vorerst zu meiden. Gerade bei Liebeskummer, Angst, Trauer und anderen intensiven Gefühlszuständen kann die Distanz zur Problematik helfen, neue Lösungswege zu entdecken.

3. Entspannung & Meditation

In schwierigen Lebenssituationen und bei seelischen Problemen stehen Geist und Körper meist über einen längeren Zeitraum hinweg unter Spannung. Entspannungstechniken oder Meditation können hier helfen, die ständige Anspannung zu mildern. So bekommt man den Kopf klar und kann erforderliche Entscheidungen besser treffen.

4. Einen Selbsthilfe-Ratgeber lesen

Es findet sich fast für jede erdenkliche Lebenssituation ein mehr oder weniger guter Selbsthilfe-Ratgeber. Bei der Auswahl von Selbsthilfeliteratur sollte unbedingt auf Qualität geachtet werden. Aufgrund der Qualifikationen und Erfahrungen des Autors lässt sich die Qualität des Buches meist gut abschätzen. Empfehlungen für gute Ratgeber erhält man außerdem in Foren von Betroffenen.

5. Einen besonderen Ort aufsuchen

Was die einen „Kraftort“ nennen kann für die anderen auch einfach nur eine sichere und vertraute Umgebung, wie zum Beispiel die eigenen vier Wände oder das Elternhaus, sein. Aber auch Urlaub kann bei Seelenschmerz Wunder wirken. Fern von der Heimat kann man sich selbst besser kennenlernen und so neue Wege einschlagen.

6. Eine psychologische Beratung in Anspruch nehmen

Gerade in Situationen, welche seelische Probleme mit sich bringen, ist Orientierung und Klarheit besonders wichtig. Die professionellen Vorgehensweisen von psychologischen Beratern können hier rasch helfen. In den meisten Fällen gelingt dies auch mit nur einer oder wenigen Beratungseinheiten. Psychologische Beratung wird auch telefonisch oder per E-Mail angeboten.

7. Eine Selbsthilfegruppe besuchen

Auch wenn es vielleicht Überwindung kostet, kann der Besuch einer Selbsthilfegruppe bei psychischen Problemen sehr hilfreich und heilsam sein. Aufgrund der Gruppendynamik und des regen Erfahrungsaustausches kann es schneller zur Erarbeitung eines Lösungsansatzes kommen. Selbsthilfegruppen geben Mut, da man erkennt, dass auch andere Menschen ähnliche Probleme haben oder diese bereits bewältigt haben.

8. Notfallnummer anrufen

In schwierigen Lebenskrisen können die erlebten Belastungen zu akuten seelischen Beschwerden führen. Doch ist es gerade in Krisensituationen wichtig, Halt und Orientierung zu erfahren. Erste Hilfe in psychischen Ausnahmesituationen erhält man von Beratern durch den  Anruf einer Notfallnummer. Hier wird man von Profis aufgefangen und wenn nötig weitervermittelt.

9. Coaching oder Seminare besuchen

Seelische Probleme können darauf hinweisen, das wichtige Veränderungen im Leben anstehen. Eine große Unterstützung bei derartigen Veränderungsprozessen können Coachings oder Seminare sein. Hierbei ist es das Ziel, bei der Selbsterfahrung begleitet zu werden, seelische Schmerzen zu lindern und Probleme zu lösen.

10. Psychotherapie beginnen

Seelische Konflikte bestehen meinst nicht seit gestern. Des Weiteren haben sie häufig eine langjährige Entstehungsgeschichte hinter sich. Um die komplexen Mechanismen der Psyche zu durchschauen ist eine Psychotherapie besonders gut geeignet. Wenn seelische Probleme länger als ein halbes Jahr anhalten und die Lebensqualität dadurch eingeschränkt ist, sollte eine Psychotherapeutin oder ein Psychotherapeut aufgesucht werden.

Die Liste würde sich natürlich noch erweitern lassen. Doch ist sie nur als Anregung zu verstehen um in schwierigen Lebenssituationen auf Lösungsansätze zurückgreifen zu können. Bei der Auswahl der richtigen Hilfestellung sollte man unbedingt auf das Bauchgefühl hören. Menschen haben ihrer Persönlichkeit und Situation entsprechende Probleme und Beschwerden. Deshalb sind keine Einheitsrezepte bei seelischen Problemen möglich. Stattdessen müssen immer individuelle Lösungen gefunden werden, welche dem Betroffenen und der Lebenssituation gerecht werden.

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