Dez 282012
 
Gelassenheit

Gelassenheit für das seelische Gleichgewicht – Bild: © Iakov Kalinin – Fotolia.com

Der Alltag birgt zugegebenermaßen mehr Stressfaktoren, als Energiequellen. Als beruflich eingebundener Mensch, der vielleicht zusätzlich noch eine Familie hat, muss man sich die Quellen der Gelassenheit deshalb immer wieder aufs Neue suchen. Es ist eine beneidenswerte Tugend, wenn Menschen sich durch kein Wässerchen trüben lassen. Gleichmut bedeutet dabei nicht etwa Resignation. Manche Menschen haben einfach gelernt, sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Diese Einstellung kann enorm dabei helfen den Alltag zu bestreiten, sich Kleinigkeiten nicht so zu Herzen zu nehmen und vor allem das Leben in vollen Zügen zu genießen. Manche werden mit einer solchen Einstellung geboren, andere wiederum können mit ein paar einfachen Tricks mehr Gelassenheit in ihren Alltag holen. Mit Hilfe dieser Tricks sind Warteschlangen im Supermarkt, die Suche nach einem Parkplatz, ein zerbrochener Teller oder der fiese Kommentar einer Kollegin kein Grund mehr an die Decke zu gehen, sondern können mit einem erhabenen Lächeln akzeptiert werden.

1. Abstand gewinnen

Die meisten Dinge bringen einen auf die Palme, weil man sie zu persönlich nimmt. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und regt sich über Dinge auf, die einen sonst kaum beschäftigen würden. Ganz wichtig ist es deshalb Abstand zu Situationen zu gewinnen, denn nur so bewahrt man einen kühlen Kopf. In anstrengenden Situationen, die einem jegliche Konzentration rauben, sollte man deshalb versuchen sich mit den Augen einer außenstehenden Person zu sehen und zu beurteilen. Auch das Ergebnis aufzuschreiben kann helfen. Mit der Zeit erlangt man Übung in diesem Prozess und wird immer leichter zu einer rationalen und objektiven Beurteilung der eigenen Situation gelangen.

2. Ruhig durchatmen

Es klingt banal, hilft jedoch bewiesenermaßen dabei gelassener zu werden: Tief durchatmen. Wir reagieren nicht nur mental, sondern auch körperlich auf Stresssituationen. Das hektische Atmen, mit dem unser Körper auf eine anstrengende Situation reagiert, strapaziert unsere Psyche zusätzlich. Bevor man in Hektik oder Panik verfällt, hat es sich deshalb bewährt die Augen zu schließen und tief ein- und auszuatmen, bis der Körper sich beruhigt und man sich gelassener fühlt. Diese Art zu atmen kann man auch trainieren. Bevor man eine hitzköpfige Entscheidung trifft, sollte man auf diesen kleinen Trick zurückgreifen – so manch eine Eskalation lässt sich damit verhindern.

3. Probleme strukturieren

Viele Probleme wachsen einem nur deshalb über den Kopf, weil man sie alle auf einmal lösen möchte. Wenn man Struktur in die Stressfaktoren bringt, erscheinen sie plötzlich gar nicht mehr unlösbar. Deshalb sollte man sich immer erst das wichtigste Problem vornehmen und sich so Schritt für Schritt vorarbeiten. Kommt man mit einem Problem wirklich nicht weiter, kann man sich auch erlauben, erst einmal das nächste zu behandeln.

4. Energiequellen finden

Der Alltag sollte nicht nur aus Arbeit und Verpflichtungen bestehen. Hobbys und Leidenschaften sind wichtig um Energie für die anstrengenden Dinge im Leben zu sammeln. Die individuellen Energiequellen muss jeder für sich selbst finden. Manche Menschen suchen ihren Ausgleich im Sport, andere kochen gern oder lesen ein gutes Buch. Auch klassische Wege zu mehr Gelassenheit wie Yoga oder Meditation können helfen, den Alltag besser zu bestreiten.

5. Fehler akzeptieren

Nur weil man selbst oder jemand anderes einen Fehler macht, ist das kein Grund die Gelassenheit zu verlieren. Um über den Dingen zu stehen, sollte man Fehler verzeihen und sich auf die positiven Dinge konzentrieren. Diese Art von Gleichmut hilft dabei nicht in zu viel Kritik zu versinken, die einen daran hindert konstruktiv zu arbeiten. Dazu gehört auch eigene Fehler anzuerkennen und daraus zu lernen, deshalb aber nicht gleich die eigene Persönlichkeit in Frage zu stellen.

6. Die eigene Wahrnehmung ändern

Viele Menschen suchen unbewusst das Unglück – mit der falschen Einstellung. Wer sich nur auf das Negative in seinem Alltag konzentriert, belastet seine Psyche und lernt oft nicht mehr aus diesem Teufelskreis herauszukommen. Manchmal muss man sich deshalb zu einer positiven Wahrnehmung zwingen. Indem man sich bewusst auf die Vorteile einer im Moment nicht zu ändernden Situation konzentriert, lernt man mit den Nachteilen umzugehen und nach vorne zu schauen.

7. Anpassung lernen

Manche Dinge lassen sich nicht ändern und oft ist das im Nachhinein auch gut so. Deshalb sollte man nicht auf Biegen und Brechen versuchen eine Situation zu ändern, die nicht zu ändern ist. Sich anzupassen und unter den gegebenen Umständen weiter zu machen, lehrt auf Dauer mehr Gelassenheit und die Weisheit Dinge und Menschen so zu akzeptieren wie sie sind.

Beachtet man diese wenigen Tipps im Alltag, wird man mit mehr Gelassenheit und Energie belohnt. Gelassenheit ist die Basis für ein psychisches Gleichgewicht und lässt uns selbst schwierige Dinge mit Bravour meistern. Auch die Menschen im Umfeld werden es einem danken und ebenfalls entspannt begegnen. Problemen, die einen früher auf die Palme getrieben haben, kann nun mit Gleichmut und Souveränität die Stirn geboten werden.

Sep 272012
 
Durchhaltevermögen und Willenskraft

Mit Willenskraft erfolgreich ans Ziel – Bild: © Katja Xenikis – Fotolia.com

Steter Tropfen höhlt den Stein – ein Sprichwort, das wie eine Abfertigung für ungeduldige Personen klingt, in dem jedoch eine wichtige Wahrheit versteckt liegt: Nur mit genug Durchhaltevermögen gelangt man erfolgreich ans Ziel. Das heißt jedoch nicht, dass ungeduldige Menschen ab sofort den Kopf in den Sand stecken müssen, denn Durchhaltevermögen ist eine Tugend, die erlernbar ist. Mit etwas Geduld und Willenskraft lassen sich so selbst schwierige Ziele irgendwann meistern.

Stabilität und Ausdauer als Erfolgsrezept

Erfolgreiche Wissenschaftler und Profi-Sportler zeichnen sich nicht nur durch ein außergewöhnliches Talent aus, sondern vor allem durch ihre Willenskraft. Angeborenes Talent hat keine Wirkung, wenn es nicht gefördert wird. Bei dieser Förderung spielen vor allem die Ausdauer und die Stabilität der eigenen Psyche, zu der ein gesundes Selbstbewusstsein gehört, eine Rolle. Wer in seinem Leben Ausdauer und Motivation beweist, erreicht seine Ziele mit hoher Wahrscheinlichkeit. Ein gutes Durchhaltevermögen spricht für eine starke Persönlichkeit, die auch andere Menschen schnell in ihren Bann zieht, aber nur wenige können sich über angeborene Willenskraft freuen. Mit ein paar Tricks kann man das eigene Durchhaltevermögen jedoch Stück für Stück steigern. Diese Tricks für mehr Durchhaltevermögen sind selbst für die kleinsten Ziele im Alltag hilfreich.

Scheitern erlaubt

Eine Person mit Durchhaltevermögen zeichnet sich nicht dadurch aus, dass sie nie scheitert, sondern dass sie weitermacht, auch wenn sie mal scheitert. Fehler zuzulassen und nachsichtig mit sich selbst zu sein ist daher einer der ersten Schritte auf dem Weg zu mehr Durchhaltevermögen. Auch aufzugeben, wenn sich der Erfolg nach vielen Versuchen nicht einstellen will, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern beweist im Gegensatz den Mut die eigenen Grenzen anzuerkennen und sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Die wenigsten erfolgreichen Menschen waren dies von Anfang an – bei den meisten brauchte es viele gescheiterte Versuche, bevor sie ihr Ziel erreichten. Wenn man schließlich am Ende der Strecke angekommen ist, sind die gescheiterten Versuche schließlich nicht mehr relevant.

Realistische Ziele setzen

Wer sich zu hohe Ziele setzt, wird häufiger enttäuscht. Das angestrebte Durchhaltevermögen wird dann zu einer Belastung für die Psyche und das Gegenteil von Erfolg, nämlich Frust tritt ein. Deshalb ist es wichtig, sich alltagsnahe Ziele zu setzen und diese mit einem realistischen Plan umzusetzen. Mit einem realisierbaren Ziel vor Augen, steigen Motivation und Willenskraft. Bevor man sich ein Ziel setzt, sollte man daher immer auch die Hindernisse genau beachten und vor allem ehrlich sein: Kann man dieses Ziel in der vorgegebenen Zeit erreichen oder sollte man den Plan noch einmal genauer an die eigene Lebenssituation anpassen? Statt eines Marathons reicht vielleicht auch erstmal der Halbmarathon und statt sofort 10 Kilo abzunehmen, sind auch 5 Kilo ein erster großer Erfolg. Wer seine Ziele realistisch setzt, läuft weniger Gefahr enttäuscht zu werden und kann sich stattdessen häufiger über Erfolgserlebnisse freuen.

Nicht sofort aufgeben

Nach der Zielsetzung beginnt die eigentliche Arbeit: Den Plan in die Tat umzusetzen. Vor allem die erste Zeit erweist sich für die meisten als schwierig, denn die neue Ausdauer will erst noch gelernt werden. Die nötige Stabilität um nicht beim ersten Hindernis das Handtuch zu werfen, erlangt man oft schon durch positive Gedankenspiele. Indem man sich das Ziel und die damit verbundenen Vorteile lebendig ausmalt, steigert man die eigene Motivation. Auch kleine Hilfen, wie selbst geschriebene Motivationszettel oder Bilder stärken die Willenskraft.

Wenn man zum Beispiel sparsamer werden möchte, kann ein Bild von einer herrlichen Insel, die an den Urlaub den man mit dem gesparten Geld machen kann erinnert, eine große Hilfe sein. Sich morgens in einer selbstbewussten Haltung vor den Spiegel zu stellen und überzeugend zuzureden, sorgt ebenfalls für das nötige Selbstbewusstsein. Sollte man an einem Tag tatsächlich mal nicht in der Lage sein, den eigenen Plan zu verfolgen, weil man zu müde war, weil man einfach mal schwach geworden oder in alte Verhaltensmuster zurückgefallen ist, kann ein Plan B das Gewissen beruhigen. Statt zu Joggen, macht man dafür zum Beispiel am nächsten Tag einfach ein paar Liegestützen.

Auf die innere Stimme hören

Der erste Schritt auf dem Weg zu mehr Durchhaltevermögen ist nach wie vor der Wille, etwas zu tun. Oftmals scheitern wir an etwas, weil wir unsere innere Stimme ignorieren. Jemand, der partout kein Spaß am Joggen hat, wird sich nicht langfristig dazu durchringen können – in diesem Fall wäre die Wahl einer anderen Sportart der richtige Weg um trotzdem sein Ziel sportlicher zu werden oder abzunehmen zu erreichen. Jemand, der keinen Erfolg im Job hat, sollte sich außerdem ehrlich fragen, ob er den richtigen Beruf, beziehungsweise die richtige Arbeitsstelle gewählt hat. Bevor man sich mit blinden Augen in einen Plan wirft, sollte man daher genau ergründen, was einen bisher von den gesetzten Zielen abgehalten hat und notfalls einen Alternativplan entwerfen.

Der Weg zu mehr Durchhaltevermögen ist machbar, jedoch manchmal steinig. Das ist aber kein Grund, sich unnötige Vorwürfe zu machen oder sich schwach zu fühlen. Wenn man sich kleine Ziele gesetzt hat und sich auch mal erlaubt zu scheitern, erlebt man viele kleine Erfolgserlebnisse, die das Durchhaltevermögen von Mal zu Mal steigern – steter Tropfen höhlt eben doch den Stein.

Jun 262012
 

Unerwartete und belastende Lebensereignisse können mit seelischen Problemen einhergehen und jeden treffen. Die Folgen sind intensive Emotionen und Gedanken, welche die Psyche stark beeinträchtigen können. In solchen Situationen ist es gut zu wissen, wie und wo man Unterstützung und Hilfe erhalten kann. Die folgende Liste soll die einfachsten und wirksamsten Wege aufzeigen, welche bei seelischen Belastungen und Schmerzen gegangen werden können.

1. Das Gespräch mit einer vertrauten Person suchen

Gerade in Situationen, in denen man sich nicht im Gleichgewicht befindet, kann es hilfreich sein, sich einer nahestehenden Person anzuvertrauen. Im Gespräch mit beispielsweise Freunden, dem Partner oder Familienangehörigen ist es möglich, die Probleme durch die Augen eines anderen zu sehen. Hierbei ergeben sich oft Lösungsvorschläge, die einem alleine verborgen geblieben wären.

2. Die belastende Situation verlassen und vorerst meiden

Bei andauernden seelischen Belastungen ist es ratsam, die stressauslösende Situation zu verlassen und vorerst zu meiden. Gerade bei Liebeskummer, Angst, Trauer und anderen intensiven Gefühlszuständen kann die Distanz zur Problematik helfen, neue Lösungswege zu entdecken.

3. Entspannung & Meditation

In schwierigen Lebenssituationen und bei seelischen Problemen stehen Geist und Körper meist über einen längeren Zeitraum hinweg unter Spannung. Entspannungstechniken oder Meditation können hier helfen, die ständige Anspannung zu mildern. So bekommt man den Kopf klar und kann erforderliche Entscheidungen besser treffen.

4. Einen Selbsthilfe-Ratgeber lesen

Es findet sich fast für jede erdenkliche Lebenssituation ein mehr oder weniger guter Selbsthilfe-Ratgeber. Bei der Auswahl von Selbsthilfeliteratur sollte unbedingt auf Qualität geachtet werden. Aufgrund der Qualifikationen und Erfahrungen des Autors lässt sich die Qualität des Buches meist gut abschätzen. Empfehlungen für gute Ratgeber erhält man außerdem in Foren von Betroffenen.

5. Einen besonderen Ort aufsuchen

Was die einen „Kraftort“ nennen kann für die anderen auch einfach nur eine sichere und vertraute Umgebung, wie zum Beispiel die eigenen vier Wände oder das Elternhaus, sein. Aber auch Urlaub kann bei Seelenschmerz Wunder wirken. Fern von der Heimat kann man sich selbst besser kennenlernen und so neue Wege einschlagen.

6. Eine psychologische Beratung in Anspruch nehmen

Gerade in Situationen, welche seelische Probleme mit sich bringen, ist Orientierung und Klarheit besonders wichtig. Die professionellen Vorgehensweisen von psychologischen Beratern können hier rasch helfen. In den meisten Fällen gelingt dies auch mit nur einer oder wenigen Beratungseinheiten. Psychologische Beratung wird auch telefonisch oder per E-Mail angeboten.

7. Eine Selbsthilfegruppe besuchen

Auch wenn es vielleicht Überwindung kostet, kann der Besuch einer Selbsthilfegruppe bei psychischen Problemen sehr hilfreich und heilsam sein. Aufgrund der Gruppendynamik und des regen Erfahrungsaustausches kann es schneller zur Erarbeitung eines Lösungsansatzes kommen. Selbsthilfegruppen geben Mut, da man erkennt, dass auch andere Menschen ähnliche Probleme haben oder diese bereits bewältigt haben.

8. Notfallnummer anrufen

In schwierigen Lebenskrisen können die erlebten Belastungen zu akuten seelischen Beschwerden führen. Doch ist es gerade in Krisensituationen wichtig, Halt und Orientierung zu erfahren. Erste Hilfe in psychischen Ausnahmesituationen erhält man von Beratern durch den  Anruf einer Notfallnummer. Hier wird man von Profis aufgefangen und wenn nötig weitervermittelt.

9. Coaching oder Seminare besuchen

Seelische Probleme können darauf hinweisen, das wichtige Veränderungen im Leben anstehen. Eine große Unterstützung bei derartigen Veränderungsprozessen können Coachings oder Seminare sein. Hierbei ist es das Ziel, bei der Selbsterfahrung begleitet zu werden, seelische Schmerzen zu lindern und Probleme zu lösen.

10. Psychotherapie beginnen

Seelische Konflikte bestehen meinst nicht seit gestern. Des Weiteren haben sie häufig eine langjährige Entstehungsgeschichte hinter sich. Um die komplexen Mechanismen der Psyche zu durchschauen ist eine Psychotherapie besonders gut geeignet. Wenn seelische Probleme länger als ein halbes Jahr anhalten und die Lebensqualität dadurch eingeschränkt ist, sollte eine Psychotherapeutin oder ein Psychotherapeut aufgesucht werden.

Die Liste würde sich natürlich noch erweitern lassen. Doch ist sie nur als Anregung zu verstehen um in schwierigen Lebenssituationen auf Lösungsansätze zurückgreifen zu können. Bei der Auswahl der richtigen Hilfestellung sollte man unbedingt auf das Bauchgefühl hören. Menschen haben ihrer Persönlichkeit und Situation entsprechende Probleme und Beschwerden. Deshalb sind keine Einheitsrezepte bei seelischen Problemen möglich. Stattdessen müssen immer individuelle Lösungen gefunden werden, welche dem Betroffenen und der Lebenssituation gerecht werden.

Mrz 052012
 
Selbstwertprobleme überwinden

Selbstwertprobleme können überwunden werden – Bild: © GIS – Fotolia.com

Ein mangelndes Selbstbewusstsein resultiert aus den Problemen mit der eigenen Person und stellt daher oft eine soziale Hürde dar. Die fehlende Akzeptanz der eigenen Person und der oft lieblose Umgang mit einem selbst beeinflusst den Alltag, sowie alle darin vorkommenden Ereignisse und natürlich die involvierten Personen. Sowohl der Beruf, als auch das Privatleben rufen tagtäglich Situationen hervor, welche selbstbewusst gemeistert werden wollen. Menschen mit mangelndem Selbstbewusstsein haben mit unterschiedlichen Problemen im sozialen Umfeld zu kämpfen.

Die eigene Person wird vernachlässigt

Betroffene Personen haben Schwierigkeiten, potenzielle Ablehnungen der Mitmenschen zu akzeptieren. Die Äußerung von Kritik bewegt betroffene Menschen dazu, diese sofort auf die eigene Person zu projizieren. Das soziale Engagement ist so gut wie nicht vorhanden, da die Kontaktfreudigkeit bei mangelndem Selbstwertgefühl aus Angst vor Abneigung und Kritik eingeschränkt, beziehungsweise nicht vorhanden ist. Aus diesen Problemen resultiert die Vernachlässigung der eigenen Person, da betroffene Menschen häufig vermeiden, ihre eigenen Bedürfnisse mitzuteilen oder diese zu pflegen. Die erforderliche Bestätigung, welche nötig ist, um die Angst vor Ablehnungen zu mindern oder zu bewältigen, fehlt, weshalb Betroffene Schwierigkeiten haben, nein zu sagen.

Den Teufelskreis durchbrechen

Ein weiteres Defizit im psychischen Erleben von Personen mit mangelndem Selbstbewusstsein basiert auf Selbstzweifeln und dem Gefühl nicht mithalten zu können oder nicht gut genug zu sein. Mit dem Blick in den Spiegel beginnt die ablehnende Haltung der eigenen Person gegenüber, welche einen Teufelskreis hervorruft, aus dem ein Ausbruch für betroffene Menschen als nahezu unmöglich erscheint. Doch Selbstbewusstsein ist erlernbar und es erfordert viel Disziplin sich selbst nicht aufzugeben. Motivation, Vertrauen und Durchhaltevermögen sind nötig, um sich selbst lieben zu lernen.

Die Ausstrahlung ist der Schlüssel zu neuem Selbstbewusstsein

Aus der Verkettung von introvertiertem Verhalten, der Angst vor Ablehnung und dem Bedürfnis selbstbewusster auftreten zu können, führt kein Weg an der Akzeptanz der eigenen Person vorbei. Wer den Wunsch, die eigene Person verändern zu wollen aufgibt und damit beginnt sich selbst zu akzeptieren, geht den ersten Schritt auf dem Weg zu neuem Selbstbewusstsein. Eine positive Ausstrahlung signalisiert Lebensfreude, suggeriert mentale Stärke und steckt die Umwelt mit dem daraus resultierenden Optimismus an. Durch ein selbstbewusstes Auftreten werden Mitmenschen und Alltagssituationen beeinflusst, sodass die gewünschte Bestätigung nicht ausbleibt und der Betroffene in der Gesellschaft gut ankommt.

Sich selbst lieben lernen

Doch ist es überhaupt möglich, bei mangelndem Selbstbewusstsein Bestätigung und Anerkennung aus dem Kontakt mit anderen zu beziehen? Ist hierfür die Angst vor dem Gefühl, im Mittelpunkt zu stehen, nicht zu groß? Ohne die Hilfe anderer Menschen ist die Veränderung hin zu mehr Selbstvertrauen jedoch nicht möglich. Denn die Anerkennung der Mitmenschen ist nämlich genau das gewünschte Ergebnis, welches es zu erreichen gilt. Doch bevor diese Anerkennung wahrgenommen werden kann, muss die eigene Person erst einmal anerkannt werden. Die Fähigkeit, sich selbst zu lieben, beginnt mit der Durchsetzung der eigenen Bedürfnisse und mit der Erfüllung der eigenen Wünsche. Sofern kein Mut vorhanden ist, Ansprüche zu stellen, können diese auch nicht erfüllt werden.

Selbstbewusstsein stärken bedeutet in erster Linie die eigene Präsenz zu stärken. Ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein deutet auf eine starke Persönlichkeit hin und dies verlangt einen starken Auftritt in der Gesellschaft. Um das Selbstvertrauen aufzubauen, gibt es einfache Tipps und Tricks, welche zwar die Persönlichkeit nicht von Grund auf verändern können, jedoch dabei helfen, den Weg zu neuem Selbstbewusstsein erfolgreich zu gehen.

Gesteckte Ziele erfordern ein kontinuierliches Training

Die Stärkung des Selbstbewusstseins erfordert unterstützende Maßnahmen. Der Weg ist das Ziel, welches mit entsprechendem Selbstbewusstseinstraining schneller und einfacher erreicht werden kann. Die aufwendigste Form der unterstützenden Hilfestellung erfolgt mittels Suggestionen in Form von Hypnose. Bei regelmäßigen Sitzungen helfen Suggestionen dabei, das Unterbewusstsein manipulativ zu beeinflussen, um von diesem besser aufgenommen zu werden. Auch wenn die Hypnose regelmäßig in Anspruch genommen wird, so sollte diese Maßnahme ergänzt werden, um das Selbstbewusstsein effektiv aufzubauen. Eine weitere Möglichkeit, um das Ziel zu erreichen, besteht in der Nutzung von Mentaltrainings, die man in Eigenregie mittels Büchern und CDs oder in angeleiteten Gruppen erlernen kann.

Einfache Übungen stärken das Selbstbewusstsein

Aber es gibt auch einfache Übungen, welche jeden Tag ohne viel Aufwand durchgeführt werden können. Eine dieser Übungen gestaltet sich in Form der Auflistungen von positiven Eigenschaften, welche über die eigene Person genannt werden können. Das tägliche Durchlesen dieser Liste erinnert betroffene Personen daran, was häufig in Vergessenheit gerät und durch gewohnte Verhaltensmuster eliminiert wird. Eine weitere Möglichkeit, das Selbstbewusstsein auf einfache Weise zu stärken, findet sich im Kommunikationstraining. Durch klare und unmissverständliche Formulierungen kann die schwerfallende Verneinung trainiert werden. Durch eindeutig zum Ausdruck gebrachte Äußerungen, welche sich auf die Wünsche und Bedürfnisse beziehen, lassen sich indirekte Andeutungen, welche häufig überhört werden, effektiver wahrnehmen.

Die eigenen Leistungen anerkennen und schätzen

Darüber hinaus empfehlenswert ist die Einschränkung der Bescheidenheit in Bezug auf erbrachte Leistungen. Das heimliche Streben nach Lob und Anerkennung erfüllt keinen Zweck und die gewünschten Reaktionen auf Erbrachtes bleiben aus. Erreichtes darf bewundert werden, weshalb man selbst als erstes damit beginnen sollte. Nur wer zu seinen Leistungen steht, überträgt den Stolz auch auf potenzielle Bewunderer. Denn Lob ist die Motivation weiterzumachen.

Obwohl der Weg hin zu mehr Selbstbewusstsein nicht immer leicht ist, sollte er Aufgrund des garantierten Zugewinns an Lebensqualität und seelischer Zufriedenheit gegangen werden. Das daraus resultierende Selbstvertrauen entlastet die Psyche und macht somit Platz für neue und positive Erlebnisse.

Jan 272012
 

Bei körperlichen Beschwerden vertrauen viele ihre Symptome zuallererst der Suchmaschine an. Doch auch bei seelischen Problemen ist es sehr einfach, mehr Informationen und Tipps von Dr. Google zu erhalten. Schnell sind die Symptome eingegeben und augenblicklich sind eine Vielzahl von Informationen und Ratschläge verfügbar. Doch ist es überhaupt ratsam gerade bei seelischen Problemen und psychologischen Fragen Dr. Google zu konsultieren? Eine zu rasch gestellte Selbstdiagnose kann besonders bei seelischen Leiden negative Folgen haben. Jedoch bietet das Internet auch viel Hilfreiches für die Selbsthilfe und Ratsuchende können schnell Unterstützung erhalten. Dabei ist es aber wichtig zu wissen, wie man mit dem enormen Informationsangebot richtig umgeht.

Informationssuche im Netz ersetzt nicht den Experten

Wer bei seelischen Problemen auf Ratschläge oder Beratungsangebote im Internet zurückgreift muss sich in erster Linie bewusst machen, dass diese den Gang zum Mediziner, Psychologen oder Psychotherapeuten nicht ersetzen können. Besonders bei komplizierten oder akuten Problemen ist auf die Hilfe aus dem Netz kein Verlass. Leider ist es aber auch oft der Fall, dass aufgrund von Scham oder Angst die Unterstützung aus dem Netz der Hilfe von Experten vor Ort vorgezogen wird. Man sollte sich bei der Heranziehung von Hilfe aus dem Netz Folgendes bewusst machen: Informationen und psychologische Beratungsangebote aus dem Internet sollen nur der ersten und allgemeinen Orientierung oder der zusätzlichen Unterstützung einer professionellen Begleitung dienlich sein.

Der richtige Umgang mit Informationen verhindert Cyberchondrie

Bei Problemen seelischer Natur spricht nichts gegen eine Informationssuche im Internet. Dabei sollte man aber den Informationsgehalt immer kritisch hinterfragen. Problematisch kann es auch sein, wenn dem Internet mehr Glauben geschenkt wird als dem Experten vor Ort. Besonders wichtig ist dies bei seelischen Beschwerden. Hier ist es aufgrund der komplexen Zusammenhänge für den Betroffenen oft schwer, sich ein objektives Bild über seinen Zustand zu verschaffen. Im schlimmsten Fall kann es durch die vermehrte Beschäftigung mit den eigenen Problemen und emotionalen Thematiken zu einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes kommen. Besonders ängstliche Menschen, die zur Hypochondrie neigen, finden bei der Informationssuche im Netz schnell den passenden Beweis für ihre schlimmsten Vermutungen. So ist es nicht selten der Fall, dass sich diese Personen nach der Befragung von Dr. Google schlechter fühlt als zuvor. Für dieses Phänomen benutzt man in Expertenkreisen bereits das neu erfundene Fachwort „Cyberchondrie“.

Besonderes Augenmerk auf Seriosität setzen

Bei der Auswahl von Informationen im Internet sollte deshalb immer darauf geachtet werden, dass man es mit einem seriösen Anbieter zu tun hat. Ob es sich um ernstzunehmende und hilfreiche Inhalte handelt, merkt man beispielsweise daran, dass sich Online-Anbieter bemühen, einem bestimmten seelischen Thema sensibel zu nähern. Stehen lediglich plakative Versprechen, unglaubwürdige Erfolgsgeschichten oder Kaufaufforderungen im Vordergrund, sollte von dem entsprechenden Informationsanbieter im Netz Abstand gehalten werden.

Vor- und Nachteile von Foren, Communities und der Online-Beratung

Neben dem klassischen Angebot von Informationen zur Bewältigung besonderer Lebenssituationen, beispielsweise in Fachlexika oder auf Gesundheitsportalen, bietet das Internet außerdem zahlreiche Communities zu den unterschiedlichsten Themen und Problembereichen. Neben klassischen Foren bestehen auch professionell moderierte Selbsthilfegruppen im Netz. Einen besonderen Mehrwert bilden sogenannte Ratgeber-Communities. In diesen Communities kann jeder seine Fragen stellen und von der Lebenserfahrung und dem Wissen der anderen profitieren. So entsteht eine Wissensbasis, die auch für andere nützlich sein kann. Abseits dieser Communities besteht auch die Möglichkeit der persönlichen Online-Beratung. Diese Angebote der psychologischen Lebensberatung werden je nach Anbieter kostenfrei, zum Teil aber auch kostenpflichtig angeboten.

Wie sich gezeigt hat, sollte man verantwortungsvoll mit den Informationen zur Bewältigung seelischer Probleme von Dr. Google umgehen. Jedoch ist es unumstritten, dass das Internet viele wertvolle Quellen, die Menschen bei der Überwindung ihrer Probleme und Sorgen unterstützen können, bietet. Das reichliche Angebot an Informationen ermöglicht Betroffenen einen selbstverantwortlichen und selbstfürsorglichen Umgang mit ihrer Situation. Die zusätzliche Unterstützung durch Communities kann sich positiv auf die Problembewältigung auswirken. Somit ist das Internet eine wichtige und unabdingbare Quelle der Hilfe zur Selbsthilfe.

Jan 092012
 

Der Begriff Motivation taucht im alltäglichen Leben vor allem in Verbindung mit sportlichen Leistungen und dem Erlernen von Fähigkeiten auf. Ein Sportler hat nicht genug Motivation, um den Sieg davon zu tragen oder der Lernwille ist nicht mit genug Motivation unterfüttert und so bleibt das Ergebnis aus. Solche exemplarischen Beispiele führen die Wichtigkeit von ausgeprägter Motivation vor Augen. Ohne die Kraft, durch Handeln und Energieaufwand in geistiger oder körperlicher Form einen Ist-Zustand zu verändern, gibt es kein Leben. Schon die Grundbedürfnisse jedes Menschen sind nur mit Motivation zu befriedigen und sind die Basis für den Fortbestand.

Der Ursprung der Motivation

Die Beobachtung des Verhaltens und den Beweggründen, die Menschen dazu führen, zu handeln, beginnt in der Phase der griechischen Hochkultur mit ihrer erwachenden wissenschaftlichen Neugier. Während zum Beginn das Gefühl und die individuelle Empfindung jedes Einzelnen als Auslöser von Motivation oder auch Selbstmotivation betrachtet werden, entstehen mit dem beginnenden wissenschaftlichen Betrieb im 19. Jahrhundert modellhafte Erklärungen, die das Unbewusste als Triebfeder menschlichen Verhaltens einbeziehen. Die populäre Theorie von Sigmund Freud führt als Quelle von Motivation den Fortpflanzungstrieb an und verdichtet seine Erklärung auf die “Geheimnisse des Alkovens”. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich das Schema des Belohnungs- und Bestrafungsprinzips, das besagt, Motivation entsteht durch den Wunsch, eine Belohnung in Form von Erfolg zu erhalten oder negative Erlebnisse und Gefühle zu vermeiden. Bei dieser Erklärung fiel die Selbstmotivation durch das Raster, die bei vielen Menschen zu beobachten ist. Sie handeln ohne ersichtlichen Grund und die Motivation scheint aus ihnen selbst heraus zu kommen.

Die Motivation von innen heraus

Mit der Eingruppierung in zwei Kategorien der Motivation erfasst die Wissenschaft seit den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts auch die Selbstmotivation. Sie gehört zur Gruppe der so genannten intrinsischen Motivation, die als Antriebskraft die emotionale Wirkung von Handlung definiert. Der Faktor Spaß und Genugtuung reichen aus, genug Willen zu entwickeln, um aktiv zu werden. Typische Beispiele für diese Art der Motivation sind Künstler, die um des Kunstwerkes wegen ihre Schaffenskraft einsetzen. Mit einer Prise Leidenschaftlichkeit für eine Sache rücken Belohnungsanreize wie Lohn oder Anerkennung von außen in den Hintergrund. Im besten Fall befriedigt die intrinsische Motivation auch Bedürfnisse, die in vielen anderen Fällen durch extrinsische Motivation entsteht. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn spezielle Arbeiten gerne von selbst erledigt werden und somit auch nicht zur Last fallen.

Vom sozialen Umfeld motiviert

Die Bereitschaft, Kraft in Handlung zu investieren, um Rückmeldungen und Ergebnisse von außen zu erhalten, ist in der Gruppe der extrinsischen Motivation zusammengefasst. Die Arbeit für den Broterwerb ist die verbreiteteste extrinsische Motivation – Arbeiten, um mit dem finanziellen Ausgleich für die Handlungen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Besonderer Einsatz in der Berufswelt angesichts des Ziels des Aufstiegs auf der Karriereleiter gehört in diese Gruppe. Mehr sozial eingebettet und gesteuert ist das positive Mitwirken in einer Gruppe von Menschen mit den gleichen Interessen. Das so genannte Teamplay, in dem der Einzelne mit seiner Handlungsbereitschaft zu einer gemeinsam in einer von einer Arbeits-, Sport- oder Freizeitgruppe erklärten Zielvorgabe beiträgt, ist ebenfalls der extrinsischen Motivation zuzuordnen.

Emotion und Motivation

Bei der in soziale Gruppen eingebetteten Handlung beeinflussen sich Motivation und Emotion sehr stark gegenseitig. In derartigen Situationen lässt sich die Motivation durch die innere Antriebskraft, welche den emotionalen Aspekten in sozialen Interaktionen entspringt, steigern. Beispielsweise kann es als besonders erstrebenswert empfunden werden, gemeinsam an einer bestimmten Sache zu arbeiten. Motivation steigern ist immer gleichzeitig Motivation zum Lernen und ab dem Beginn einer Handlung entwickelt der Aktive ein persönliches Erkennen seiner Motivationslage, die auch veränderliche Anteile haben kann. So kann die “Es muss eben gemacht werden”-Motivation aus der extrinsischen Gruppe sich weiter entwickeln und zu emotionaler Zufriedenheit führen, die der intrinsischen Motivation zuzurechnen ist.

Die Motivation augenblicklich steigern

Mit dem Ausprobieren und gedanklichem Gewichten der Tätigkeit, die ausgeführt wird, kann jeder Mensch seine Motivation steigern. Die meist lästige Arbeit für den Monatslohn als sportliche Herausforderung zu verstehen, kann ein wirksames Mittel sein, zusätzliche Energien freizumachen. Je größer die innere Befriedigung und Genugtuung, auch an einzelnen Etappen der Handlung, desto mehr wird der extrinsische Anteil zu einem angenehmen Nebenprodukt. Die emotionale Kraft ist das entscheidende Werkzeug, die den “inneren Schweinehund” schrumpfen lässt, der der Handlungsbereitschaft oft im Weg steht oder viel Energie verbraucht. Hilfreich, um Motivation zum Lernen zu entwickeln, kann schon eine leichte Änderung des Blickwinkels sein. Nicht das Ziel, beispielsweise in einer anderen Sprache kommunizieren zu können, ist der Antrieb, sondern die Gewissheit, dass jede Fähigkeit, die im Kopf entsteht, ein Leben lang als persönliches und nicht mehr zu verlierendes Eigentum betrachtet werden kann.

Top