Jul 102012
 
Neid, Missgunst & Selbstwertprobleme

Neid: Resultat eines schwachen Selbstwertgefühls – Bild: © Jochen Schönfeld – Fotolia.com

Neid – jeder kennt dieses Gefühl, entweder weil man es selbst gespürt hat oder weil man von anderen damit konfrontiert wurde. Neid gehört zu den natürlichen menschlichen Gefühlen und ist ebenso allgegenwärtig wie Freude, Trauer, Eifersucht und Wut. Doch Neid und Missgunst entstehen unter fadenscheinigen Gründen und sind meist ein Ausdruck von tiefer liegenden Problemen. Oberflächlich betrachtet scheint es, dass andere wegen ihres Geldes, ihrer Schönheit oder ihrer größeren Wohnung beneidet werden. Ein wenig Neid ist in diesem Fall auch erlaubt und völlig natürlich.

Wenn sich der Neid aber zur starker Missgunst steigert, liegt nahe, dass der Neider mit einem schwachen Selbstwertgefühl zu kämpfen hat und materielle und oberflächliche Werte mit innerer Zufriedenheit verknüpft. Der Neider nimmt wahr, was andere haben und er nicht hat und geht automatisch davon aus, dass andere daher glücklicher und zufriedener sein müssten als er selbst. Viele Menschen, die von Neid und Missgunst geplagt werden, fangen außerdem an aufzurechnen und versuchen zu bewerten, ob der Andere sein Glück mit Geld, Frauen oder der Arbeit wirklich verdient.

Wie Neid entsteht

Prinzipiell wird jeder mal von Neid geplagt, manche Personen sind jedoch stärker dazu veranlagt zu neiden als andere. Der Ursprung hierfür kann schon in der frühen Erziehung liegen, wenn ein Kind zum Beispiel gegenüber seinen Geschwistern benachteiligt wurde. Aber auch Erfahrungen im späteren Leben, wie zum Beispiel mangelnde Anerkennung für harte Arbeit können den Weg für ein von Neid geprägtes Leben ebnen. Menschen, die besonders anfällig für Neid sind, sind oft stark unzufrieden mit ihrem eigenen Leben, entweder weil sie falsche Entscheidungen getroffen haben oder immer versucht haben es anderen Recht zu machen. Wenn diese Menschen mit Personen konfrontiert werden, die sich nehmen was sie wollen und damit auch noch erfolgreich sind, kann das starken Neid hervorrufen. Prinzipiell sind wir also alle nicht davor gefeit, anderen gegenüber Neid zu empfinden. Wenn dieser Neid jedoch so stark wird, dass er sich belastend auf die Psyche auswirkt, ist es Zeit zu lernen mit dieser Missgunst umzugehen und das eigene Selbstwertgefühl und die persönliche Zufriedenheit zu stärken.

Neid und Missgunst bewältigen

Um eine Veränderung zu bewirken, muss man zuallererst den Zustand indem man sich befindet erkennen und akzeptieren. Indem man akzeptiert, dass man neidisch und unzufrieden ist, macht man den ersten Schritt. Ein besonders wichtiger nächster Schritt ist, das eigene Selbstwertgefühl zu stärken. Man sollte sich mit anderen Vergleichen, aber nicht als besser oder schlechter bewerten, sondern einfach als anders. Trotzdem sollte man sich seines eigenen Wertes bewusst bleiben und sich vor Augen führen, dass man einzigartig ist. Beispielsweise mag der Andere vielleicht besser aussehen, dafür ist man selbst aber ziemlich schlau oder sportlich. Sich bewusst machen was man hat und kann, statt sich auf das zu fixieren was man nicht hat, hilft den Neid zu bekämpfen. Der Weg zu einem größeren Selbstwertgefühl und mehr Zufriedenheit ist jedoch kein leichter, Minderwertigkeitsgefühle sind oft tief in der Psyche verankert. Viele suchen daher Hilfe bei einer psychologischen Beratung.

Wenn man in einer anderen Person etwas sieht, das einen besonders neidisch macht, kann das auch ein Ausdruck dafür sein, was man sich für sich selbst wünschen würde. Wenn man dies erkennt, kann man den Neid in Ansporn und Ehrgeiz umwandeln. Man kann lernen, den Anderen nicht als Feind, sondern als Vorbild zu betrachten. Dabei hilft auch zu versuchen, sich in den Anderen hineinzuversetzen und sich bewusst zu machen, dass auch in seinem Leben nicht alles glatt läuft. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat man sogar selbst Eigenschaften um die man von Anderen beneidet wird und die man vor lauter Neid und Missgunst gar nicht wahrnimmt.

Zufriedenheit im eigenen Leben

Man sollte Neid und Missgunst als Motor für ein besseres Leben betrachten, statt sich davon aufhalten zu lassen. Durch Neid werden Missstände und Unzufriedenheit aufgezeigt. Man sollte dies zum Anlass nehmen, das eigene Leben umzugestalten. Dafür muss man die eigene Stimme beachten. Warum beneidet man den Anderen? Wie möchte man sein Leben gern leben, hat aber bisher aus Angst oder für Andere darauf verzichtet? Wenn man diese Fragen beantwortet hat, kann man in kleinen Schritten größere Zufriedenheit im Leben erlangen, indem man es sinnvoll ausfüllt, mit Tätigkeiten, die einem Spaß machen und einem Anerkennung bringen und sei es nur von sich selbst. Wenn man die Fähigkeiten ausbaut, die man bereits hat, muss man nicht mehr so neidisch sein auf Fähigkeiten, die man nicht hat.

Wie man mit Neidern umgeht

Auch für die Beneideten ist es nicht leicht mit Neid und Missgunst umzugehen, vor allem wenn die Neider aus dem eigenen Freundes- oder Verwandtenkreis kommen. Um mit bösen Kommentaren und offensichtlichem Neid richtig umgehen zu können, muss man erst einmal verstehen, dass der Neid der Person nicht persönlich gemeint ist, sondern auf ein tiefer liegendes Problem verweist. Der Neid und die Missgunst dieser Person sind also nicht zwingend nur gegen die eigene Person gerichtet. Trotzdem leidet man natürlich unter dem Neid, vor allem wenn man ihn gar nicht nachvollziehen kann. Ein offenes Gespräch mit dem Neider kann helfen, Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Auch Anderen öfter ein Kompliment zu machen und außerdem Fehler und Macken offen einzugestehen, hilft dabei Neid aus dem Weg zu räumen, da man Neidern so zeigt, dass man auch nur ein Mensch mit Stärken und Schwächen ist.

Apr 242012
 

In einer schnelllebigen Gesellschaft haben sich auch die Wertigkeiten vieler Lebensbereich geändert. Hier gehören definitiv auch die Bereiche Partnerschaft und Beziehung dazu. Althergebrachte Konzepte wie zum Beispiel die Ehe oder das klassische Familienleben haben für viele nicht mehr die Wichtigkeit und Bedeutung wie früher. Stattdessen stehen vielleicht andere Dinge im Mittelpunkt und möchten verwirklicht werden. Es ist also kein Wunder, dass Beziehungen oft nur von kurzer Dauer sind und die Scheidungsrate in die Höhe schnellt.

Doch was bedeutet das nun für das partnerschaftliche Miteinander? Obwohl dieser Wertewandel im ersten Augenblich bedrohlich erscheint, birgt er auch eine Chance in sich. Wer früh genug beginnt, die Muster der eigenen Beziehungen und das damit verbundene Verhalten zu verstehen, hat die Möglichkeit den Partnerschaften eine neue Qualität zu geben. Durch die Betrachtung des Verhaltens innerhalb der Beziehung können Partnerschaftsprobleme aufgedeckt und bearbeitet werden. Ziel ist es, so Partnerschaften im eigenen Ermessen zu gestalten und die Partnerschaftszufriedenheit zu erhöhen. Hierzu ist es vorerst wichtig, festzustellen, in welcher Art von Partnerschaft man sich befindet.

Impulsive Paare

Kommt es bei impulsiven Paaren zu Konflikten in der Partnerschaft, sind meist beide Partner bemüht, den anderen von den eigenen Argumenten zu überzeugen. Dabei kann die Diskussion auch sehr negativ ausfallen obwohl im Großen und Ganzen ein Schlagabtausch bei impulsiven Paaren von positiven Emotionen dominiert wird. Bei Konflikten zwischen impulsiven Persönlichkeiten stehen meist Themen rund um die eigene Individualität und Eigenständigkeit im Mittelpunkt. Generell sind solche Beziehungen aber durch Intensität und Leidenschaftlichkeit gekennzeichnet.

Für impulsive Paare ist es besonders wichtig, für Ruhephasen innerhalb der Beziehung zu sorgen. Die erlebte Leidenschaftlichkeit ist zwar intensiv und positiv, kann aber auch aufreiben und ermüden. Impulsive Paare müssen für Rituale innerhalb der Beziehung sorgen. Beispielsweise könnte man einmal im Monat einen Beziehungsabend speziell für Gespräche einplanen.

Wertschätzende Paare

Derartige Paare führen häufig Konfliktdiskussionen, welche von einem Übermaß an Einfühlungsvermögen und Verständnis getragen werden. Die Ansichten und Gefühle des Partners werden akzeptiert, sogar dann wenn sie nicht geteilt oder direkt nachempfunden werden können. Wertschätzende Paare versuchen auch in schwierigen Konfliktsituationen eine gemeinsame Lösung zu finden und dadurch sind Auseinandersetzungen meist von Ruhe und Mühelosigkeit geprägt. Diese unterstützende Haltung führt zu einer besonders intimen Beziehung.

Wertschätzendes Verhalten kann unter gewissen Bedingungen in ein kontraproduktives Aufopferungsverhalten kippen. Deshalb sollten wertschätzende Paare dafür sorgen, sich bei Entscheidungen innerhalb der Beziehung auch als eigenständiges Individuum gerecht zu werden. Ansonsten droht trotz Übermaß an Verständnis früher oder später das Ungleichgewicht.

Vermeidende Paare

Sind Paare kaum oder nur sehr unengagiert mit der Lösung ihrer Beziehungskonflikte beschäftigt, können sie als vermeidende Paare bezeichnet werden. Differenzen oder Uneinigkeiten in der Beziehung werden anstatt sie zu behandeln lieber als unbedeutend bezeichnet oder einfach abgetan. Nur selten werden Probleme wirklich ausdiskutiert. Außerdem laufen diese Diskussionen sehr emotionsarm ab. Dieses Verhalten setzt sich in der alltäglichen Kommunikation meist fort. So vermeiden die Paare das Aufkommen von Auseinandersetzungen und Konflikten.

Paare, die vermeidendes Konfliktverhalten aufweisen, müssen ähnlich wie die impulsiven Paare für Regelmäßigkeit in der Beziehungsarbeit sorgen. So kann es nicht dazu kommen, dass wichtige Themen vermieden und ausgeklammert werden. Oft kann es helfen, die Gründe, welche die Angst vor der Konfrontation auslösen, näher zu beleuchten.

Feindselige Paare

Bei diesen Paaren ist eine erhöhte Trennungsrate zu beobachten. Diese lässt sich durch die geringe Partnerschaftszufriedenheit, die geringe Konfliktlösefähigkeit und den nicht aufgebrachten Respekt für den Partner erklären. Neben der fehlenden Achtung des Partners ist die Kommunikation von feindseligen Paaren von Kritik, Uneinigkeit, Verächtlichkeit und Abwehr geprägt. Innerhalb der Beziehung von feindseligen Paaren überwiegen generell negative Gefühle.

Durch die permanente Negativität zwischen feindseligen Paaren kann die Beziehung stark auslaugen oder im schlimmsten Fall zu seelischen Verletzungen führen. Hier ist intensive Beziehungsarbeit angesagt, denn sonst bricht eine derartige Beziehung höchstwahrscheinlich bald auseinander.

Feindselig-losgelöste Paare

Hier besteht das Problem, dass zusätzlich zur vermehrten Negativität in der Beziehung eine starke emotionale Distanziertheit hinzukommt. Das bedeutet, dass bei feindselig-losgelösten Paaren bereits Kleinigkeiten reichen, um Konflikte eskalieren zu lassen. Die fehlende Zuneigung und Liebe führt zu einer inneren Distanziertheit und so wird es schwer, bei Uneinigkeiten Konflikte positiv abzufangen.

Beziehungen von feindselig-losgelösten Paaren sind in ihrer Dynamik meist sehr beunruhigend. Durch die vorherrschende Provokation und Kühle zwischen den Paaren sind seelische Verletzungen nicht ausgeschlossen. Das Verhalten ist jedoch für die Beteiligten nur schwer zu durchschauen und zu durchbrechen. In solchen Fällen ist es ratsam, Hilfe in Form von Psycho- oder Paartherapie einzuholen.

Um zufriedene Beziehungen leben zu können ist es wichtig, die typischen Kommunikations- und Verhaltensstile innerhalb der Partnerschaft zu kennen. Hierbei kann es hilfreich sein, zu wissen, ob man zu den impulsiven, wertschätzenden, vermeidenden, feindseligen oder feindselig-losgelösten Paaren gehört. Ist man sich den wiederkehrenden Mustern dieser unterschiedlichen Beziehungstypen bewusst, können auch Veränderungen vorgenommen werden und so die Partnerschaftszufriedenheit angehoben werden. Oft ist es schon hilfreich, regelmäßig das Gespräch mit dem Partner zu suchen. Klappt die Kommunikation können auch Ungereimtheiten in Beziehungen schnell und erfolgreich aus der Welt geschaffen werden.

Sep 272011
 

Anhaftung, so befand schon Buddha vor mehr als 2500 Jahren, ist eine der Quellen von Leiden. In einer auf materielle Dinge und Besitz ausgerichteten Kultur mutet diese Feststellung widersprüchlich an. Festzustellen ist aber auch: Immer mehr Menschen in zivilisierten Ländern suchen in der Spiritualität Erlösung – und gerade der Buddhismus boomt. Und: Wir haben längst verstanden, dass Besitz allein nicht glücklich macht.

Im Hier und Jetzt leben

Der moderne Mensch klammert sich an Status, Besitz oder Geld, weil sie Sicherheit vermitteln. In Wahrheit ist nichts sicher. Im nächsten Moment kann sich alles ändern. Obwohl wir uns Sicherheit vorgaukeln, könnte morgen alles vorbei sein. Jeder Mensch ist nur Gast auf Erden, ein Durchreisender. Irgendwann am Ende seines Lebens muss jeder loslassen können. Doch bis dahin hält man fest. Man lebt mehrheitlich nicht im Hier und Jetzt, sondern im Gestern und Morgen – und im Widerspruch mit dem, was ist. Man lebt in Erinnerung an Dinge, die einen vor Jahren verletzt haben – so, als wäre es erst gestern geschehen.

So kann man den frischen Moment, in dem sich ein neues Erleben anbahnt, nicht unbelastet angehen. Man freut sich im Voraus auf einen Urlaub, den man erst in einem halben Jahr antreten wird. Darüber hinaus verpasst man das Jetzt – denn nichts gleicht dem spektakulären Sonnenuntergang an einem bestimmten Ort oder dem Leben auf einer idealisierten Trauminsel. Loslassen heißt in diesem Bezug, wirklich hier zu sein, diesen Moment voll auszukosten. Ganz hier zu sein, bedeutet das Loslassen aller Dinge, die nicht “hier” sind.

Nicht geleistetes Loslassen kann krank machen

Sterbende müssen ebenso loslassen lernen wie Lebende. Wenn Überlebende die Trauer nicht loslassen können, werden sie depressiv. Wenn Kinder ihr Spielzeug nicht loslassen können, lernen sie das Teilen nicht. Wenn man von leer gegessenen Dosen nicht loslassen kann, wird man leicht zum Messie. Hoffnungen und Träume loslassen zu lernen, heißt mit Unsicherheit zu leben. Sich von seelischem Ballast, Schuldgefühlen oder traumatischen Erlebnissen zu lösen, bedeutet sie als geschehen zu akzeptieren und als Vergangenheit anzusehen. Vergangene Geschehnisse müssen nicht zum Stolperstein für zukünftige Erlebnisse werden. Lässt man nicht los, verhindert man freie Selbstentfaltung. Als Symptome nicht geleisteten Loslassens zahlt man mit Schlafstörungen, Depressionen, Schuldgefühlen, Panikattacken, Verleugnung und Verdrängung, Suchtverhalten, Selbstwertstörungen und Ähnlichem. Loslassen kann Verzicht und Befreiung zugleich bedeuten.

Loslassen können bedeutet Lebensqualität

Loslassen lernt sich nicht von heute auf morgen. Manchmal hilft eine Liste der Dinge, an die man sich klammert, um sich sicherer zu fühlen. Doch die vermeintliche Sicherheit kann leicht zum Hindernis werden, in dem nichts mehr fließt. Das lebendige Fließen ist aber kreativer Bestandteil des Lebensgefühls, das einem zunehmend abhandenkommt.

Den Prozess des Loslassens beginnt man gedanklich und setzt ihn dann zunehmend auch in die Tat um. Zuerst müssen alte Einstellungen hinterfragt werden. Zu akzeptieren, die die Dinge nicht ganz so sind, wie man sie haben möchte, ist ein erster Schritt zum Loslassen. Das Geschenk des Lebens wertschätzen zu können, bedeutet, sich lebendig zu fühlen. Wer von sich sagt, er wurde gelebt, hat nicht nur gefühlt sein halbes Leben verpasst. Es liegt an jedem selbst, in welche Richtungen die Gedanken laufen. Befreit von Ballast lebt man leichter.

Sep 142011
 

Die moderne Gesellschaft verlangt jedem Menschen sehr viel ab. Sie gibt sich nur mit einer ständigen Steigerung der Leistung zufrieden und dies führt nur zu oft zu einer chronischen Selbstüberforderung. Daraus resultiert früher oder später ein Ungleichgewicht zwischen Arbeitszeit und Freizeit.

Doch ist es nicht nur die gesellschaftliche Überbetonung von Arbeit, Leistung und Produktivität, welche das Bewusstsein für regelmäßige Erholung trübt. Es ist primär die verlernte Fähigkeit zu genießen. Nur durch wahren Genuss kann Erholung stattfinden. Die acht Genussregeln sollen helfen, das Genießen wieder zu erlernen.

Genuss braucht Zeit

Wenn man wirklich genießen will, muss man der Entwicklung positiver Gefühle Zeit geben. Zeitdruck und Genuss sind unvereinbar.

Genuss muss erlaubt sein

Sich selbst etwas Gutes zu tun sollte nicht mit Hemmungen oder schlechtem Gewissen einhergehen. Genuss ist Lebensfreude.

Genuss geht nicht nebenbei

Beim Genießen muss die Aufmerksamkeit fokussiert werden. Denn durch Ablenkung geht Genuss verloren. Deshalb sollte beim Genießen alles andere kurz zur Seite gelegt werden.

Wissen was gut tut

Genuss ist individuell und jeder hat andere Vorstellungen vom Genießen. Doch sollte dies auch als Aufforderung verstanden werden, Neues zu entdecken.

Weniger ist mehr

Ein großes Missverständnis ist zu glauben, dass derjenige der mehr konsumiert, mehr genießt. Für den Genuss zählt nicht die Menge sondern die Qualität.

Ohne Erfahrung kein Genuss

Beim Genießen kommt es auf die Wahrnehmung der einzelnen Nuancen an. Dieses Differenzieren der feinen Unterschiede bringt die Erfahrung mit sich.

Genuss ist alltäglich

Es bedarf keiner außergewöhnlichen Ereignisse um genießen zu können. Genuss ist im alltäglichen Leben realisierbar und erfahrbar.

Planen schafft Vorfreud

Neben den alltäglichen Genussmomenten sollte man Momente des Genusses ein- und vorplanen. Das hat den Effekt, dass man sich auf diese besonderen Momente schön länger vorher freuen kann.

Durch das Genusstraining ist es möglich, das Denken wieder auf die positiven Dinge des Lebens zu richten. Mittels dieser Selbstfürsorge werden persönliche Ressourcen freigelegt und Bedürfnisse erkannt. Dieser achtsame Umgang mit sich selbst fördert letztendlich das psychische Wohlergehen und beugt Burnout vor.

Jul 222011
 

In traditionellen Standardwerken der Psychologie sowie in der Forschung insgesamt spielt das Glück bis dato eine stark untergeordnete Rolle. Negative Auswirkungen von Unglück, insbesondere Depressionen und dadurch ausgelöste Krankheiten samt Therapiemaßnahmen, stehen im Vordergrund der so genannten klinischen Psychologie. Die positive Psychologie, die sich mit der aus Glücksgefühlen gewonnenen Lebensqualität befasst, ist noch eine sehr junge psychologische Disziplin, in der noch viel geforscht werden muss.

Psychologen definieren Glück als stark positive Emotionen, die einen Zustand intensiver Zufriedenheit auslösen, was vor allem mit einem gesteigerten Selbstwertgefühl einhergeht. Dies ist essentiell für die Gesundheit und Lebensqualität von Menschen; daher spielt das Glücksempfinden eine zentrale Rolle. Gemäß Anton Buchers Werk Psychologie des Glücks ist zwischen dem aktuellen Glückserleben und einem biografisch entwickelten Lebensglück zu unterscheiden. Letzteres bezieht sich auf eine stabile, zeitlich andauernde Charaktereigenschaft im Sinne von psychologischen Motiven.

Glück hat zahlreiche positive Auswirkungen auf die Gesundheit, den Arbeitsalltag und somit letztlich auf die Lebensqualität:

  • aktivere Teilnahme am Leben
  • höheres Bewusstsein und Sensibilität gegenüber Mitmenschen
  • empathischere Wirkung auf Mitmenschen
  • gesteigertes Selbstbewusstsein, identitätsstiftende Wirkung auf die gesamte Persönlichkeit und das Selbstbild
  • gesteigerte Produktivität, Kreativität und Innovationskraft

Die Psychologie bietet zahlreiche Methoden, um das Glücklichsein gewissermaßen zu erlernen, etwa im Rahmen einer Psychotherapie. Dies geschieht zum Beispiel indem man lernt, positive Gefühle zu erzeugen und die Wahrnehmung auf das Wesentliche zu lenken. Ferner muss man seine Ressourcen nutzen und auch auf Entspannungsphasen achten. Es ist wichtig, sich erreichbare Ziele zu setzen und gekonnt mit Stress umzugehen. Ganz zentral ist es aber, seine sozialen Kontakte und Freundschaften zu pflegen, da das sogenannte Anschlussmotiv am wichtigsten für das Glücksempfinden des Menschen ist. Soziale Isolation kann dazu führen, dass Menschen ihr inneres Gleichgewicht verlieren. Wer Glücksmomente intensiv genießt, der kann daraus deutlich mehr Lebensqualität ziehen.

Der Zustand des Unglücklichseins kann durch einschneidende Erlebnisse ausgelöst werden, aber auch physisch durch eine Unterversorgung mit dem Neurotransmitter Serotonin bedingt sein. In solchen Fällen, die starke Depressionen zur Folge haben können, ist auf jeden Fall ein Arzt aufzusuchen, da diese Art von Unglück körperliche Ursachen hat, die mit obigen Strategien nicht geheilt werden kann.

Mai 162011
 

Eine inzwischen weit bekannte Tatsache in der Psychologie ist, dass Menschen, die häufig schlecht von sich selbst denken, nicht nur weniger effektiv und öfter übel gelaunt sind, sondern auch körperlich weniger gesund sind und kürzer leben: Gründe genug, darüber nachzudenken, das eigene Selbstwertgefühl zu verbessern.

Unter Selbstwert versteht man in der Psychologie den Eindruck, den jemand von sich selbst hat.
Wer ein gutes Selbstwertgefühl besitzt, glaubt, dass er liebenswert und wertvoll ist – trotz aller seiner Schwächen und Fehler, die Menschen nun mal haben.

In der Regel hat jeder, der in seiner Kindheit geliebt wurde und erlebt hat, dass man ihm etwas zutraut, ein ausgeprägtes Selbstwertgefühl. Wer dagegen als Kind ständig kritisiert und abgelehnt oder sogar missbraucht wurde, denkt, dass mit ihm etwas nicht in Ordnung ist und hat daher eher ein negatives Selbstwertgefühl.

Glücklicher Weise kann das Selbstwertgefühl auch im Erwachsenenalter noch aufgebaut werden. Durch äußere Faktoren wie Erfolgserlebnisse, aber auch durch innere Faktoren wie die Arbeit an sich selbst unter Zuhilfenahme der Psychologie – allein oder mit Anderen.

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